2. Januar – Heilige Basilius der Große und Gregor von Nazianz

Joh 1,19-28: Nach mir wird einer kommen, der vor mir ist.

Christus anzunehmen, ihn in uns zur Geltung zu bringen, geht nicht automatisch und ist auch kein selbstverständlicher Vorgang. Abgelenkt und überwältigt von den tausend Dingen, die es zu tun gibt, betäubt von einem Alltag, der uns verschlingt, laufen wir wirklich Gefahr, zu den vielen zu gehören, die an jenem ersten Weihnachten die Geburt Gottes nicht einmal bemerkt haben.

Wir müssen uns immer wieder in Erinnerung rufen, wachsam zu sein, wie wir es uns in der Adventszeit gesagt haben, damit diese Weihnachtzeit in uns die Sehnsucht nach Gott wiederbelebt.

Johannes der Täufer zeigt uns den Weg, ganz Gott zu gehören: in absoluter Authentizität. Nur unser wahres „Ich“ begegnet dem wahren Gott. Johannes hält sich nicht für Gott, er erhebt nicht sein Haupt, er glaubt nicht, dass er ein Messias ist. Die Wüstenjahre haben ihn zutiefst geprägt, ihn auf das Wesentliche zurückgebracht.

Er könnte sich als ein solcher verkünden, die Menge wartet auf einen Messias und würde ihm sofort glauben. Aber er tut es nicht. Er weiß, dass er nicht der Messias ist und dass er selber auf ihn wartet, genauso wie auf die anderen.

Er weiß, dass er eine „Stimme“ ist, die mit einem Wort schwingt, das nicht das seine ist. Und wir, was sind wir? Was sagen wir über uns selbst? Wir dürfen nicht auf die Meinung derer um uns herum hören, die meinen, alles zu wissen, genauso wenig, wie wir auch nicht den Sirenen dieser Welt folgen dürfen, die uns alle zu was Besonderem machen will:

Nur in Gott können wir unsere tiefe Wahrheit entdecken…

Bild: Johannes Der Täufer Mosaik Kirche – Kostenloses Foto auf Pixabay – Pixabay

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