Freitag der dritten Woche im Jahreskreis

Freitag der dritten Woche im Jahreskreis

Mk 4,26-34: Der Mensch sät den Samen und schläft; der Samen keimt und wächst. Wie, das weiß er selbst nicht.

DAs Evangelium spricht heute vom Samen, um etwas auszusagen über Gott und das Reich Gottes.

Jesus hatte Männer und Frauen vor sich, die es gewohnt waren, Ähren wachsen zu sehen, oder einen Strauch. Menschen, die auch die harte Arbeit des Pflügens im harten Boden Judäas gut kannten oder den fruchtbaren Boden in Galiläa bewunderten.

Für uns, die wir an Asphalt und Beton gewöhnt sind, ist es schwieriger. Jesu sagt uns heute, dass wir, nachdem wir die Saat des Wortes, die der Sämann mit vollen Händen ausstreut, aufgenommen haben, dem Wort einfach seinen Lauf lassen sollen, ohne Angst zu haben, oder uns übermäßige Sorgen zu machen.

Das ist nicht leicht. Allzu schnell erliegt man der Versuchung, das Leben zu überwachen, zu bewerten, uns Ziele zu setzen und Geschäftspläne zu erstellen, auch in der Pfarrei oder der Diözese. Die Aufforderung Jesu ist klar: Schaut euch die Geduld des Bauern an. Und gegen die immer wieder aufkeimende Gefahr von Triumphalismus und Gigantismus lädt Jesus uns, seine Kirche, ein, uns auf die Logik der kleinen Gesten, der kleinen Zahlen einzulassen, wie es der Senfbaum zu tun weiß.

Bild: https://www.publicdomainpictures.net/de/view-image.php?image=262340&picture=junge-baumpflanze

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