Die Arbeit der Europäischen Gruppe für theologische Reflexion (GERT) wird auch im neuen Jahr fortgesetzt. Das Treffen in Verona (2.-4. Februar) sollte sich mit einer Reihe von Themen befassen, die die sozialen und religiösen Veränderungen in Europa betreffen. Aus verschiedenen Gründen konnten nur wenige Mitglieder persönlich anwesend sein und die Ergebnisse ihrer Forschungen vorstellen.
Pater Moses Otii Alir, Pfarrer und Formator der Ausbildungsgemeinschaft in Graz (im Bild oben), stellte seine Forschungsergebnisse zu den Ursprüngen der Gewalt in unserer Gesellschaft vor. Pater Paolo Latorre legte seine Interpretation des sozialen Paradigmenwechsels dar. Er stützte sich dabei auf seine früheren Überlegungen und die Aufforderung von Papst Franziskus, die Bedeutung des sozialen Paradigmenwechsels in unserer Zeit zu erkennen. Pater Justino Martínez Pérez stellte einen Vorschlag für die Lektüre und den pastoralen Gebrauch der Bibel vor, insbesondere in Bezug auf eine pastorale Präsenz in Europa, die darauf abzielt, diejenigen zu erreichen, die noch nicht Teil der Glaubensgemeinschaft sind.
Unter den Vorschlägen, die von den Teilnehmern geprüft wurden, sticht ein Studienprogramm zum Thema Interkulturalität hervor. Daran werden auch die jungen Mitbrüder teilnehmen, die sich in Europa in der Ausbildung befinden. Interkulturalität ist eine große Herausforderung für unsere immer vielfältiger werdenden Gesellschaften, aber auch für die Comboni-Missionare selbst. Die Kongregation der Comboni-Missionare wird immer internationaler, mit einer wachsenden Präsenz von Mitbrüdern aus Afrika und einigen asiatischen Ländern. Zusammenzuarbeiten, gemeinsam den Glauben zu bezeugen und sich für die Veränderung unserer Gemeinschaften einzusetzen, indem wir in Harmonie und Einigkeit arbeiten, ist daher eine wichtige Aufgabe. Im Jahr 2026 wird es weitere Treffen geben, nicht zuletzt das Symposium in Limone im kommenden Juni.
Pater Giuseppe Caramazza, mccj
