Umbaumaßnahmen im Missionshaus Ellwangen

Um das Missionshaus Josefinum in Ellwangen für die kommenden Jahre zu rüsten, wurden in den vergangenen Monaten umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt.

Ein Situationsbericht

Um es gleich klarzustellen: Eine Staublunge hat keiner von uns während des Umbaus seit vergangenem September bekommen. Freilich entsteht dort Staub und Dreck, wo gehämmert, gesägt, geschliffen und geklopft wird. Am meisten wurde auf der rechten Seite des Dachgeschosses gearbeitet, anfangs auch einen Stock tiefer. Der Lärm machte ein konzentriertes Arbeiten am Rechner bisweilen schwierig. Es gehört halt dazu.

Rückblickend war bei den Arbeiten immer wieder kein richtiger Zug zu sehen. Das lag nun wirklich nicht an Bruder Hans Eigner, der als Bauingenieur die Arbeiten koordiniert und sehr viele Hebel im Verlauf der vergangenen fünf Monate in Bewegung gesetzt hat. Tatsächlich ist es heute kein leichtes Unterfangen, wenn man eine Firma an Land ziehen will: Jeder halbwegs gute Handwerker hat derzeit übervolle Auftragsbücher. Der Unternehmer möchte aber im Blick auf die Zukunft möglichst wenig an Kundschaft verlieren. Der Engpass ist leicht zu erklären: Zu Corona-Zeiten konnte man nicht unbedingt mit Renovierungsarbeiten beginnen. So blieb Geld auf der Bank liegen. Jetzt aber soll damit gearbeitet werden.

Dazu kommen die bösen Überraschungen, mit denen man bei einer Gebäudesanierung rechnen muss. Es war auch hier höchste Zeit, mit dem Umbau und der Sanierung zu beginnen. Am eindrücklichsten war es, als das Wasser von der Decke der Provinzverwaltung tropfte oder in der Prokura an der Wand herunterlief. Zwei weitere Zimmer hat es auch erwischt. Marode, gusseiserne Wasser- und Abwasserleitungen waren der Grund für den unerwünschten Regen. Erst vor wenigen Tagen stellte sich heraus, dass die beiden Wassersysteme noch nicht richtig funktionierten. Das Problem lag an Rohren unseres Brunnenwassers. Letzteres wird nur für die Toiletten benutzt.

Noch hängen Kabel von den Decken der Flure, doch das Gröbste ist vorbei. Im Dachgeschoss, das die Seniorenabteilung beherbergt, in der unsere älteren und pflegebedürftigen Mitbrüder wohnen, sind die ersten Zimmer fast bezugsfertig. Momentan wird noch auf die Türen der Duschkabinen gewartet. Sie sollten demnächst geliefert und montiert werden. Die Räume auf der rechten Seite des Dachgeschosses sind gestrichen und mit neuen Böden versehen. Auf der linken Seite des Dachgeschosses wird noch das Bad mit einer Duschmöglichkeit eingerichtet.

Die Maßnahmen im Haus sind größtenteils abgeschlossen, aber im Hof zerstören und verstopfen Wurzelwerk sowie das Laub von Bäumen die Abwasserrohre. Deshalb wurden bereits etliche Bäume gefällt. Die notwendigen Arbeiten im Hof werden demnächst beginnen.

Pater Anton Schneider

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