1. Mai Patrona Bavariae

Joh 2,1-11 Was er euch sagt, das tut

In Not und Bedrängnis suchten auch die Herrschenden Trost und Zuflucht bei Maria. Kurfürst Maximilian I. ließ 1638, mitten im Dreißigjährigen Krieg, die Mariensäule auf dem Münchner Marienplatz errichten. Die Säule mit dem goldenen Marienbild ist nicht nur Zeichen einer Jahrhunderte alten Frömmigkeit, sondern auch der Heimat im Glauben.

Im Mai verehren wir in besonderer Weise Maria als Mutter der Gläubigen. Maria verehren heißt aber immer auch auf Jesus Christus schauen. Sie trägt ihn auf dem Arm auf der Mariensäule in München, sie zeigt uns den Mensch-gewordenen Gott im Kind, das sie in mütterlichen Schutz nimmt.

In vielen Kirchen ist auch die Darstellung Mariens als „Schutzmantelmadonna“ noch bekannt und verbreitet. Meist steht Maria aufrecht, mit einem weiten Mantel oder Umhang bekleidet, unter den sich rechts und links von ihr viele Menschen bergen: junge und alte, einfach und vornehm Gekleidete, gekrönte Häupter – aber auch Ordensleute und Bischöfe, selbst der Papst. Ohne Unterschied kommen sie zum gemeinsamen Gebet unter dem Mantel Mariens zusammen und falten die Hände zur Bitte. Sie schauen demütig auf den Boden oder richten ihren Blick nach oben, von wo sie Hilfe erwarten.

Das Evangelium am Fest Patrona Bavariae ist die Hochzeit zu Kana. Auch dort ist Maria zugegen und auf ihre Fürsprache sorgt Jesus dafür, dass die Freude, symbolisiert durch die Überfülle an Wein, im Leben der Brautleute nicht ausgeht.

Maria weist immer hin auf Jesus. Sie ist Fürsprecherin aber auch Wegweiserin für gelingenden Glauben.

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