11. April, Montag in der Karwoche – Liebe will Leben schaffen

Die Salbung der Maria erklärt Jesus zu einem Bestandteil des Evangeliums. (Mk 14,9): „Überall, wo das Evangelium verkündet wird, wird man an sie denken und erzählen, was sie getan hat.“ Man hat später in Maria von Magdala und Maria von Bethanien ein und dieselbe Frau gesehen. Was das Evangelium an ihrer Handlung ausmacht, ist die Symbolik ihres Tuns. Sie hat es für den Tag seines Begräbnisses getan.

In der antiken Welt war das Salben von Königen und Reichen der Versuch ihren Körper länger zu erhalten in der Meinung, dass der Mensch mit seinem Körper zerfällt und erst endgültig tot ist, wenn dieser ganz zerfallen ist. Maria versucht, wie vor ihr viele, die einen Menschen liebten mit ihrer Salbung, die Macht des Todes aufzuhalten. Es ist eine Gebärde der lebenschaffenden Liebe. Sie ist ein Vorbild für die Gläubigen mit ihrem Mühen, Christus lebendig zu halten in der Welt und sich den Mächten des Untergangs entgegenzustellen.

Ihr Gegenspieler ist Judas, der Handlanger des Todes. Er widersetzt sich der Salbung, denn er ist blockiert von Selbstsucht, Berechnung und Unfähigkeit zum Hören und Gehören, zum Gehorsam gegen Jesus.

Das liebevolle Bemühen der Maria bleibt wirkungslos. Jesus wird dem Tod übergeben. Es gibt nur eine Salbe, die stark genug ist gegen den Tod, der Heilige Geist, die Liebe Gottes. Ostern ist sein Sieg, indem sich Jesus als der Christus, als der Gesalbte Gottes erweist und lebt.

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