19.02 – Montag der ersten Woche der Fastenzeit

Mt 25,31-46: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

Gestern wurde Jesus in die Wüste geschickt und wir sind mit ihm in die Wüste gegangen, um authentischere, wahrhaftigere und freiere Männer und Frauen zu werden. Wir sind dem Herrn gefolgt, weil wir ihm vertrauen, weil wir in der Wüste unsere unermessliche Zerbrechlichkeit entdecken, aber wir werden auch von seiner Freundschaft und Gnade getragen. Die Welt flieht die Wüste, sie fürchtet die Stille. Wir begrüßen sie als Quelle der Gelassenheit und des Friedens, als einen Ort, an dem wir der Gegenwart Gottes, dem Unermesslichen, begegnen können.

Jesus will in der Wüste verstehen, wie er der Messias sein kann, wie er das Reich Gottes verkünden kann. Wir wollen uns in diesen vierzig Tagen, die uns gegeben sind, von den unendlichen Tiefen Gottes erleuchten lassen, um zu verstehen, was wir geworden sind. Am Ende dieser Reise steht der Hügel Golgatha, der Ort der letzten Prüfung, Kalvarienberg. Und die Entdeckung, dass Gott sich mit jedem Menschen identifiziert, dem wir täglich auf unserem Weg begegnen.

Die heutige dichte und beunruhigende Seite erinnert uns daran, dass die Herrlichkeit Gottes der Mensch ist, der lebt, und dass wir nach unserer Fähigkeit beurteilt werden, sein Antlitz in den Armen und Schwachen zu erkennen. Die Wüste ermöglicht es uns, uns selbst zu finden und das Antlitz des Gottes Jesu in den Gesichtern der Menschen zu sehen, denen wir begegnen.

Bild: Obdachlos Mann B W – Kostenloses Foto auf Pixabay – Pixabay

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