Joh 1,1-18: Das Wort ist Fleisch geworden.
Ein seltsamer Tag, der letzte Tag des Jahres. Ein vergessener Tag, der letzte, an dem wir uns um die Silvesterfeier und den Übergang ins Jahr 2026 sorgen. Ein Arbeitstag für einige, aber alle sind darauf bedacht, wenn möglich einen Moment der Freude mit der Familie zu organisieren.
Und die Liturgie überrascht uns mit der komplexen theologischen Argumentation des Heiligen Johannes. Dieses Kind, das wir gefeiert haben, das Zeichen des Widerspruchs, das wir im Licht der Auferstehung betrachten müssen, dieses Kind ist das Wort Gottes. Nicht ein besonderer Mensch, ein großer Prophet, einer, der beauftragt ist, Gott gegenwärtig zu machen, sondern die Gegenwart Gottes selbst.
Johannes fliegt hoch hinauf und sieht den Plan eines Gottes, der sich entscheidet, sein Zelt unter uns aufzuschlagen, damit wir so werden wie er… Wir, die wir das Licht aufgenommen haben, werden trotz unserer Begrenztheit zu Kindern, treten ein in die geheimnisvolle Welt der göttlichen Vertrautheit. Und unser Leben wird zu einer fortschreitenden Entdeckung dessen, was wir sind und was wir noch werden können.
Versuchen wir an diesem letzten Tag, uns zehn Minuten Zeit zu nehmen, mit dem Kalender des vergangenen Jahres in der Hand, und das Erlebte Revue passieren zu lassen, um die Spuren des Lichts zu finden, die uns zu Gott geführt haben.
