Donnerstag der 28. Woche im Jahreskreis

Lk 11,47-54: Das Blut aller Propheten wird an dieser Generation gerächt werden, vom Blut Abels bis zum Blut des Zacharias

Jesus versteht definitiv nichts von der Kunst der Diplomatie. Wenn man anhört, wie er mit den religiösen Führern seiner Zeit spricht, braucht man sich nicht zu wundern, dass er angefeindet wird. Aber er tut das ja nicht um als Besserwisser dazustehen, sondern um die, welche die Aufgabe haben, andere zu führen auf ihrem Weg zu korrigieren.

So tadelt er diejenigen, die die Propheten der Vergangenheit feiern, indem sie ihnen Denkmäler errichten, und die Propheten der Gegenwart nicht zu erkennen scheinen, ja sie sogar verfolgen (Das scheint auch heute noch in der Kirche angesagt zu sein). Und er wirft den Frommen vor, den Glauben so sehr zu verkomplizieren, dass die einfachen Menschen da nicht mehr mitkommen und vor lauter Regeln das Wesentliche am Glauben verpassen.

Jesus stigmatisiert fehlgeleitete religiöse Haltungen, die im Namen des Glaubens die Menschen von Gott wegführen, anstatt sie ihm näher zu bringen. Eine für seine Zeitgenossen gültige Rede, die sich aber auch heute noch an uns, seine Jünger, richtet. Wenn unsere Regeln, unsere Auslegungen, unsere Prioritäten die Einfachen vertreiben, die Sünder entmutigen, die Menschen kasteien, dann verraten wir die Botschaft Jesu.

Bild: Kostenlose Nutzung unter der Pixabay-Inhaltslizenz

Bibel Moses Aaron – Kostenlose Vektorgrafik auf Pixabay – Pixabay

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