Freitag, 28. Januar – „es braucht nur ein wenig“ (Gedenktag des Hl. Thomas v. Aquin)

Um zu einer Sache zu stehen, auch wenn ein kräftiger Gegenwind bläst, braucht man nicht nur Mut: Ohne Überzeugung von ihrer Richtigkeit kann man nicht standhalten. Thomas stammt aus einem Adelsgeschlecht, aber war fasziniert vom Armutsideal des neuen Dominikanerordens. Zwei Jahre dauerte der erbitterte Widerstand der Familie, der sogar zu seiner Einkerkerung führte. Er hielt seinem Ideal die Treue, wurde Dominikaner und zu einem der größten Kirchenlehrer im Mittelalter.
Thomas von Aquin war ein kontemplativer Heiliger: Sein Ideal war es, den anderen das zu vermitteln, was er selbst kontempliert hatte, d. h. im Gebet und in seiner Beziehung zu Gott verstanden hatte.


„Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, oder welches Gleichnis können wir dafür verwenden?  Es ist wie ein Senfkorn, das, wenn es in die Erde gesät wird, das kleinste aller Samenkörner auf der Erde ist.  Wenn es aber gesät ist, geht es auf und wird die größte Pflanze…“  Markus 4:30-32

Es ist erstaunlich, darüber nachzudenken.  Dieses winzige Samenkorn hat so viel Potenzial.  Dieses kleine Samenkorn hat das Potenzial, die größte aller Pflanzen zu werden, eine Nahrungsquelle und eine Behausung für die Vögel der Lüfte.

Vielleicht beeindruckt uns diese Analogie, die Jesus verwendet, nicht so sehr, weil wir wissen, dass alle Pflanzen mit einem Samen beginnen.  Aber versuchen Sie einmal, über dieses Wunder der physischen Welt nachzudenken.  Versuchen Sie, sich vorzustellen, wie viel Potenzial in diesem kleinen Samen steckt.

Diese Realität offenbart die Tatsache, dass Jesus jeden von uns für den Aufbau seines Reiches gebrauchen will.  Wir mögen das Gefühl haben, dass wir nicht viel tun können, dass wir nicht so begabt sind wie andere, dass wir nicht in der Lage sind, viel zu bewirken, aber das ist nicht wahr.  Die Wahrheit ist, dass in jedem von uns ein unglaubliches Potenzial steckt, das Gott zur Entfaltung bringen will.  Er möchte aus unserem Leben herrliche Segnungen für die Welt hervorbringen.  Alles, was wir tun müssen, ist Ihm zu erlauben, zu wirken.

Wie ein Samenkorn müssen wir uns durch Glauben und Hingabe an seinen göttlichen Willen in den fruchtbaren Boden seiner Barmherzigkeit pflanzen lassen.  Wir müssen durch tägliches Gebet bewässert werden und uns von den Strahlen des Sohnes Gottes bescheinen lassen, damit er aus uns all das hervorbringen kann, was er wünscht und seit Anbeginn der Welt gepflanzt hat. 

Wir können heute über das unglaubliche Potenzial nachdenken, das Gott in unsere Seele gelegt hat.  Er hat uns mit der Absicht erschaffen, sein Reich durch jeden und jede von uns zu verwirklichen, und zwar auf eine überreiche Weise.  Es liegt in meiner Verantwortung, dies einfach zu glauben und Gott zu erlauben, das zu tun, was er in meinem Leben tun möchte.

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