Freitag, 4. Februar – Auswirkungen eines schlechten Gewissens

Doch als Herodes davon erfuhr, sagte er: „Es ist Johannes, den ich enthauptet habe. Er ist auferweckt worden.“ Markus 6:16

Der Ruhm Jesu hatte sich unter den Menschen verbreitet, und viele sprachen über ihn.  Einige hielten ihn für Johannes den Täufer, der von den Toten auferstanden war, andere hielten ihn für den Propheten Elia, wieder andere einfach für einen neuen Propheten.  Sie alle versuchten herauszufinden, wer dieser unglaubliche Mann war, der mit solcher Weisheit und Autorität sprach.

Es ist interessant, dass Herodes, der Johannes den Täufer enthauptet hatte, sofort zu dem Schluss kam, dass es sich bei Jesus um den auferstandenen Johannes handeln müsse.  Er spricht diese Überzeugung nicht als bloße Vermutung aus, sondern als ob er sie als Tatsache wüsste.  Dies ist seine endgültige Schlussfolgerung über Jesus.  Warum kommt Herodes zu dieser irrigen Überzeugung?

Für einen Moment scheint Herodes von der groben Predigt des Täufers angezogen zu sein, der sich nicht scheut, sein moralisches Verhalten zu verurteilen: Herodes hat seine Schwiegertochter als Geliebte und scheint sich nicht darum zu kümmern! Wir kennen die Geschichte: die Geschichte eines ängstlichen Königs, der von einer eifersüchtigen Frau manipuliert wird und Angst hat, sein Gesicht vor seinen Gästen zu verlieren.

Wenn jemand sündigt, wie Herodes es tat, und tiefe Schuldgefühle hat, ohne diese Sünde zu bereuen, treten oft ungesunde Auswirkungen auf, wie auch Wahnvorstellungen und Ängste von den Opfern heimgesucht zu werden. 

Sünden anzusprechen, zu bereuen und Busse zu tun, kann Menschen wieder heil machen; andernfalls zerstört er sich selber.

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