Freitag der 20. Woche im Kirchenjahr

Mt 22,34-40: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben und deinen Nächsten wie dich selbst.

Es ist zu einem Wettbewerb geworden, zu einem Spiel. Schmutzig und ungehörig, aber wer weiß das schon? Die Pharisäer hörten, dass dieser Zimmermann aus dem Nirgendwo die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hat. Die Sadduzäer! Die Aristokraten Jerusalems, denen alles Neue fremd ist, die sich an jede Situation anpassen können, auch an so schlimme Dinge, wie die Anwesenheit der Römer. Hüter der Tradition, unbeirrbar in ihren Überzeugungen und ihrer mumifizierten Religiosität. Jesus hat hat sie mundtot gemacht.

Sie müssen etwas tun. Ein Schriftgelehrter, ein Doktor des Gesetzes, einer, der studiert hat, ein Theologe, würden wir sagen, ist sich sicher: Wir müssen den ungelehrten Nazarener überwinden, ihn demütigen. Und er stellt eine Frage, um ihn herauszufordern, um seine (vermeintliche) Unkenntnis der lehrmäßigen Feinheiten zu messen.

Wir kennen die großartige Antwort des Meisters, die ganz und gar nicht oberflächlich ist. Aber wie traurig ist es, zu sehen, wie die Schrift wie ein stumpfes Instrument benutzt wird, mit der Absicht, ihn in Schwierigkeiten zu bringen, ihn zu demütigen, anstatt ihn zu erleuchten und zu bekehren.

Hüten wir uns davor, denselben fatalen Fehler zu begehen. In der Kirche soll es niemals Streit geben, sondern nur Austausch.

Please follow and like us:
error
fb-share-icon