Mittwoch, 5. Juni, Gedenktag des Heiligen Bonifatius

Joh 15,14-16a.18-20: Ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr Frucht bringt

Nur wenige Persönlichkeiten der Glaubensgeschichte haben eine solche bis heute spürbare und nachwirkende Tätigkeit entfalten können wie Winfrid-Bonifatius. Er ist einer der Wegbereiter Europas und der »Architekt” der Kirche im Frankenreich gewesen. Hessen und Thüringen verdanken ihm den Glauben. Die meisten Diözesen in Bayern haben von ihm ihre eigentliche Begründung erhalten. Der Radius seines Wirkens ist weit gespannt: England, Rom, Utrecht und Salzburg markieren diesen Wirkungsraum. In Fulda an seinem Grab versammeln sich noch heute die deutschen Bischöfe.

Ohne die Missionsarbeit des heiligen Bonifatius wäre die politische und soziale Organisation Europas unter Karl dem Großen nicht möglich gewesen.

Im Evangelium erläutert Jesus sein Gebot, einander zu lieben, als Auftrag, in der Welt Frucht zu bringen, d.h. freimütig im Vertrauen auf Gottes Beistand, trotz aller Widerstände, den Menschen das Heil zu verkünden. Irgendwie stand diese Verpflichtung auch über dem Leben des Hl. Bonifatius und ist Auftrag auch für uns.

Er war der Gründer der Abtei von Fulda (Deutschland), wo er begraben ist.
Seit 1828 wird er von der Kirche als Heiliger verehrt.

Dem heiligen Bonifatius wird auch eines der Weihnachtssymbole zugeschrieben, der Weihnachtsbaum, der von ihm erstmals 724 verwendet wurde, als er die Idee hatte, einen Tannenbaum zu schmücken, indem er brennende Kerzen auf seine Zweige setzte. Die Kerzen symbolisierten die Herabkunft des Heiligen Geistes auf die Erde mit der Ankunft des „Jesuskindes“. Der heilige Bonifatius nutzte dieses Bild, um der heidnischen Bevölkerung die Bedeutung von Weihnachten zu erklären.

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