Montag der 5. Woche im Jahreskreis

Mk 6,53-56: Diejenigen, die ihn berührten, wurden gerettet.

Zumindest den Rand des Mantels, wollen die Kranken berühren. Sie geben sich mit wenig zufrieden, so groß ist ihr Leid und ihre Verzweiflung. Nur wer selbst von Krankheit betroffen ist, weiß, wie sehr die Verzweiflung einen Menschen dazu bringen kann, nach einer Lösung zu suchen.

Nur am Rande. Jesus hat Mitleid mit denen, die Not leiden, das hat er mit der Vermehrung der Brote und Fische gezeigt. Im Gegensatz zu den Jüngern, die angesichts des Hungers der Menge, Jesus vorgeschlagen hatten, sie wegzujagen und nach Hause zu schicken…. Der Herr ist einfach da, er übernimmt die Verantwortung, er nimmt die Herausforderung an, er setzt sich selbst aufs Spiel.

Aber, wohlgemerkt, Jesus ist kein Guru und will auch nicht für einen Heiler gehalten werden, wie es so viele damals (und heute) taten. Es gibt Tausende von Kranken, denen er begegnet, aber nur wenige werden geheilt.

Jesus kennt eine geradezu verblüffende Wahrheit: Gesundheit ist wichtig, aber sie ist nicht genug. Mehr als Gesundheit suchen wir das Heil, das heißt innere Harmonie und Fülle des Herzens. Wir suchen die Fransen des Mantels des Herrn zu berühren, die vielen Zeichen seiner Gegenwart, denen wir heute begegnen werden und die nur ein suchender Blick, ein durstiges Herz erkennen kann.

Bild: Kirche Fenster Kirchenfenster – Kostenloses Foto auf Pixabay – Pixabay

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