Montag der ersten Adventswoche

Mt 8,5-11: Viele werden von Osten und Westen in das Himmelreich kommen

Aus dem Osten und aus dem Westen kommen sie; Von dort, wo man nicht erwartet, dass die Gläubigen kommen. Außerhalb des Mainstreams, außerhalb der jüdischen Welt.

Der Advent bereitet uns noch einmal vor auf das Staunen über einen Gott, der sich zugänglich macht, der kommt, um sich begegnen zu lassen. Ein Gott, der gerade von denen erkannt wird, die alle für weit entfernt und ungläubig hielten. Ein Gott, der denen begegnet, die sich wie der Zenturio um seinen Knecht kümmern, ihn wie einen Sohn behandeln.

Die Grenze zwischen denen, die glauben, und denen, die nicht glauben, verläuft nicht mehr zwischen Rassen und Ethnien, sondern zwischen Haltungen: Jesus lobt den Glauben eines Mannes, der eigentlich ein eingeschworener Feind, ein Vertreter der Unterdrücker ist und macht sein Verhalten zum Vorbild für wahren Glauben.

Er durchbricht Stereotypen, erweitert Horizonte, zwingt uns, den Begriff der Religionszugehörigkeit neu zu definieren. Der Advent hat begonnen, die Zeit, in der wir uns fragen, wer oder was uns zu Gläubigen macht.

In dieser neuen Zeit für die Kirche, einer Zeit, in der es gilt, aus dem Sumpf der Gewohnheit und der Selbstverständlichkeit herauszukommen, sollten wir uns davor hüten, uns einfach als gute, alteingesessene Katholiken zu fühlen, als Gläubige aus Tradition und Gewohnheit.

Die neuen Zeiten, in denen wir leben, zwingen uns, wachsam zu sein und unseren Glauben ernsthaft neu zu entdecken. Nehmen wir uns den heidnischen Hauptmann zum Vorbild.

Bild: Mädchen Gesicht Bunt – Kostenloses Foto auf Pixabay – Pixabay

Kostenlose Nutzung unter der Pixabay-Inhaltslizenz
Please follow and like us:
error
fb-share-icon