DR Kongo: Missionszentrum Laudato si’ in Kinshasa nimmt seine Aktivitäten wieder auf

DR Kongo: Missionszentrum Laudato si’ in Kinshasa nimmt seine Aktivitäten wieder auf

Das Missionszentrum Laudato si’ der Comboni-Missionare veranstaltete nach einer längeren Pause in Zusammenarbeit mit der Comboni-Familie und anderen Partnern einen Runden Tisch im Scholastikat von Kintambo (DR Kongo). Ziel war es, über die Erfahrungen bei der Weltklimakonferenz COP30 im vergangenen November in Belém (Brasilien) zu sprechen, über die der Comboni-Laienmissionar Gabriele Manima und Pater Fernando Zolli berichtet hatten. Das Treffen wurde von den Freiwilligen des Zentrums und der Kommission für integrale Ökologie des Scholastikat vorbereitet.

In Anwesenheit zahlreicher Ordensleute, Forscher und Umweltaktivisten, Vertretern von Pfarreien, Bewegungen und lokalen Vereinigungen, darunter vor allem einige Mitglieder der nationalen Bewegung Laudato si‘, bot die Podiumsdiskussion die Gelegenheit, einige Wege der ökologischen Umkehr durch neue Lebensstile und ein wachsendes Bewusstsein für die Sorge um unser gemeinsames Haus in den Mittelpunkt zu stellen.

Angesichts der Erklärung der Bischofskonferenzen Afrikas, Asiens, Amerikas und der Karibik würdigten die Teilnehmer die Vorschläge der katholischen Kirche des globalen Südens, die anlässlich der COP30 vorgetragen wurden, wie beispielsweise die Einhaltung der 2015 in Paris getroffenen Vereinbarungen zum Klimawandel und die Verpflichtung, die Schwelle von 1,5 Grad Erwärmung der Erdatmosphäre nicht zu überschreiten. Darüber hinaus wurde die Abkehr von fossilen Energien gefordert. Die Teilnehmer bekräftigten die Aufforderung an die großen Industrieländer, die für den überwiegenden Teil der CO2-Emissionen verantwortlich sind, sich zu verpflichten, die ökologische Schuld durch Subventionen zu begleichen. Dies soll jedoch geschehen, ohne die Ausgaben der armen Länder zu erhöhen, die bereits stark ausgebeutet und durch Kredite belastet sind. Die Bischöfe warnten vor falschen Lösungen, die von den großen Ländern der Welt präsentiert werden, und erklärten nachdrücklich, dass es keinen Kurswechsel geben könne, solange die indigenen Völker und lokalen Gemeinschaften nicht in einen gemeinsamen Prozess einbezogen würden.

Auf Einladung der Bischöfe, die gemeinsam mit Experten, zivilgesellschaftlichen Bewegungen und den Armen weiterhin ihre Stimme erheben werden, hat das Missionszentrum Laudato si‘ einen Bildungsweg (teilweise in Präsenz und teilweise online) auf den Weg gebracht. Das Engagement in Grund- und weiterführenden Schulen beinhaltet die Aufwertung des ökologischen Parcours, der im Comboni-Schülerheim in Kinshasa eingerichtet wurde; Angebote von Workshops für Kinder und Jugendliche, um den Umgang mit Recycling und Mülltrennung zu lernen; Pflege von Bio-Gärten; Tage der ökologischen Spiritualität; kulturelle und bildende Veranstaltungen in den Pfarreien in Zusammenarbeit mit der Jugend- und Familienpastoral.

Am Ende des Treffens gab es Gelegenheit, sich auszutauschen und weitere Projekte, Methoden und Wege der Präsenz in der Region zu diskutieren.

Pater Fernando Zolli, mccj

Please follow and like us:
error
fb-share-icon