Gib auf dich acht! (23. So. i. J.– Mt 18, 15-20)

Gib auf dich acht! (23. So. i. J.– Mt 18, 15-20)

Da lebte einmal ein Mönch. Dieser Mönch war bei den Menschen unbeliebt. Es hieß, er lebe mit einer Frau zusammen. Nun kam eines Tages der Bischof zur Visitation in dieses Dorf. Sofort gingen die Menschen zu diesem Bischof. Sie klagten den Mönch an. Der Bischof ging sofort zu dem Mönch. Er sah die Frau. Er forderte die Frau auf, sich im Fass, das in der Ecke stand, zu verstecken. Der Bischof setzte sich auf das Fass. Die Menschen aus dem Dorf kamen. Sie wollten sehen, was der Bischof mit dem Mönch gemacht hatte. Nun forderte der Bischof die Menschen des Dorfes auf, doch das Haus nach der Frau abzusuchen. Das taten die Menschen. Überall suchten sie nach der Frau. Wo aber der Bischof saß, da schauten sie nicht! „Habt ihr die Frau gefunden?“ fragte er die Menschen. Als sie verneinten, sagte er: „Dann hört auch auf, den Mönch zu denunzieren.“ Als die Menschen die Zelle verlassen hatten, wandte er sich zu dem Mönch und sagte: „Bruder, gib auf dich acht!“

Quelle unbekannt

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