Bereit sein, jetzt und immer (32. So. i. J. – Mt 25, 1-13)

Bereit sein, jetzt und immer (32. So. i. J. – Mt 25, 1-13)

Die ersten Christen wurden irgendwann unruhig. Menschen starben, und niemand wusste so genau, was mit ihnen geschieht, da sie ja bei der Wiederkunft des Herrn bereits nicht mehr dabei sein würden. Auch Paulus ging wohl davon aus, dass Jesus Christus zeitnah wiederkommen und die Menschen erlösen würde. Er war aber sicher, dass die Verstorbenen als Erste mit ihm auferstehen würden. So tröstete er die Hinterbliebenen damals mit der Hoffnung auf Auferstehung.
Heute, 2000 Jahre später, wissen wir, dass sich die ersten Christen und mit ihnen auch Paulus mit dieser Naherwartung geirrt haben. Auf die Auferstehung der Toten dürfen wir hoffen. Wie es sein wird, und wann es sein wird, das weiß niemand.
Das Gleichnis von den Jungfrauen, die auf den Bräutigam warten, sagt uns dazu: Wir müssen bereit sein; immer. Wir sollen die Nachfolge nicht auf morgen verschieben oder auf eine Zeit, wann es uns besser passt. Wir sollen bereit sein; jetzt. Auch wenn es schwerfällt. Auch wenn wir vielleicht noch keinen Gedanken an unser eigenes Sterben zulassen. Jetzt ist die Zeit. Das Heute macht den Unterschied.

Edith Furtmann

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