Rom: Treffen der europäischen Medienbeauftragen

Rom: Treffen der europäischen Medienbeauftragen

Ende April trafen sich in Rom die Medienbeauftragen der europäischen Comboni-Provinzen mit Pater Arlindo Ferreira Pinto, dem scheidenden Leiter des Kommunikationsbüros. Es sind die Verantwortlichen für die Zeitschriften Mundo Negro und Aguiluchos in Spanien; Além Mar und Audácia in Portugal; Misjonarze Kombonianie und MINI Kombonianie in Polen; Southworld in Großbritannien und Irland; Il Piccolo Missionario und Azione Missionaria/Missionari comboniani in Italien; Kontinente und Solidarisch für die Deutschsprachige Provinz, vertreten durch Pater Markus Körber.

Am Beginn stand eine Fortbildungsveranstaltung. Per Videokonferenz nahm Marco Damilano teil, Journalist der Tageszeitung „Domani“ und seit einigen Jahren Moderator der Sendung „Il Cavallo e la Torre“( Der Springer und der Turm) – „Politik, Macht und Menschen unserer Zeit“ – auf Rai 3 zur Hauptsendezeit. Marco war gebeten worden, über „Künstliche Intelligenz und ihre Auswirkungen auf die Zukunft der Presse“ zu sprechen. KI stellt eine Chance dar, birgt aber auch das Risiko einer neuen Form der Kolonialisierung, da sie sich überwiegend auf Inhalte stützt, die im globalen Norden generiert werden. Daher ist es wichtig, dass Nachrichten von Zeugen erzählt werden, die im Süden der Welt leben, wie beispielsweise Missionare.

Der zweite Teil des Vormittags wurde von Pater Angelo Giorgetti zum Thema Nachhaltigkeit als alltäglicher Horizont jeder Planung geleitet. Pater Angelo bezog sich auf die Nr. 35 und 36 der Kapitelsdokumente vom Generalkapitel 2022: „Die Nachhaltigkeit des Instituts hängt von der Fähigkeit eines jeden ab, alles zu teilen, was er ist und hat, auch wenn es scheinbar unbedeutend ist. Das Herzstück eines Nachhaltigkeitsplans besteht darin, das Beste von sich selbst zu geben, das eigene Leben und die eigene Arbeit als Frucht einer tiefen Bekehrung“ (35); „Wir träumen von einem Institut, das dank der Vorsehung und eines wirksamen Nachhaltigkeitsplans in wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Hinsicht nachhaltig ist“ (36). Nachhaltigkeit ist nur dann gewährleistet, wenn sich jedes Mitglied des Instituts als Missionar versteht und lebt, der – wie in der Urgemeinde – alles in die Gemeinschaft einbringt.

Die Diskussion im Anschluss an den Beitrag von Pater Angelo zeigte die finanziellen Schwierigkeiten auf, mit denen alle Zeitschriften zu kämpfen haben – Schwierigkeiten, die auch mit dem stetigen Rückgang der Printabonnements zusammenhängen –, aber sie unterstrich auch die Bedeutung der gedruckten Zeitschrift, die den Leser bindet und finanzielle Ressourcen sichert. Daraus ergibt sich ein erneutes Engagement, nach alternativen Finanzierungsquellen zu suchen, stets mit Blick auf die Nachhaltigkeit.

Von großer Bedeutung für den Ablauf des Treffens war die Anwesenheit von Pater Luigi Codianni, dem Generaloberen, der kurz zuvor von der Provinzversammlung in der Demokratischen Republik Kongo zurückgekehrt war. Pater Luigi betonte die Bedeutung der Arbeit, die die Zeitschriften leisten können, um den vom Generalkapitel 2022 geforderten Übergang zur Bildung von Makroregionen und einer neuen combonianischen Identität auf der Grundlage des Dienstes zu unterstützen, in der die Dimension des Charismas (Engagement ad gentes und ad pauperes) durch Zeugnisse des missionarischen Lebens vermittelt wird.

Das Treffen bot den Herausgebern auch die Gelegenheit, ihre Erfahrungen auszutauschen, eine Bestandsaufnahme dessen zu machen, was in den verschiedenen Provinzen umgesetzt wird, und die Bedeutung eines regelmäßigen Austauschs von Informationen und Projekten, der Zusammenarbeit und der Verfolgung einer gemeinsamen Linie unserer Zeitschriften und anderer digitaler Plattformen, auf denen wir als Comboni-Missionare tätig sind, hervorzuheben. Nach dem Vorbild des Gründers bedeutet dies sowohl die Anprangerung des Bösen (zum Beispiel des Waffensystems) als auch – und vor allem – das Engagement für die Werte des Reiches Gottes (Gerechtigkeit, Frieden, die Option für die Ärmsten…), die seit jeher der Präsenz der Comboni-Missionare in der Kirche Sinn verleihen.

Pater Elio Boscaini, mccj

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