11. Juni – Gedenktag des Hl. Barnabas

Auf Zypern beheimatet, gehörte er zu den ersten Gläubigen in der Jerusalemer Urgemeinde. Er vermittelte zwischen Paulus und den Aposteln in Jerusalem, missionierte in Antiochien und ging mit Paulus nach Zypern. Später wirkte er in Griechenland. Wichtig ist auch seine Rolle auf dem „Apostelkonzil“, wo er für die Freiheit der Heiden vom alttestamentlichen Gesetz eintrat. Nach späteren Berichten soll er im zyprischen Salamis gesteinigt worden sein. Der 11. Juni gilt in der östlichen und westlichen Überlieferung als der Tag der Auffindung seiner Gebeine unter Kaiser Zeno (474–491).

Dienstag der zehnten Woche im Kirchenjahr

Mt 5,13-16: Ihr seid das Licht der Welt.

Wie salzt man Salz? Wenn das Salz seinen Geschmack und seine Funktion verliert, ist es nicht mehr zu gebrauchen und wird weggeworfen, zu Recht.

Wir Jünger sind es, die die Welt salzig machen, die sie würzen. Und wenn wir Jünger die Glaubwürdigkeit verlieren, wenn wir unser Leben besudeln, wenn wir die Treue zum Evangelium vernachlässigen, wenn wir keine guten (und schönen, erkennbaren) Werke vor anderen tun, wer kann dann der Welt Hoffnung geben?

Wir sind Salz: Wer meint, alle Wirklichkeit in Salz verwandeln zu müssen, der irrt! Es kommt nicht auf die Zahl der Christen an, sondern auf ihr glaubwürdiges Zeugnis. Falsch sind diejenigen, die von einer christlichen Gesellschaft träumen, die ganz auf Gottes Gesetz aufgebaut ist.

Wir sind Salz: Es irrt, wer sich mit einem äußeren Glauben, mit einer schwachen und entwerteten Zugehörigkeit, mit einer widerwillig gelebten Disziplin zufrieden gibt.

Wir sind Salz: Mit den Christen hat das Leben mehr Sinn, gewinnt an Tiefe, offenbart seine tiefe Würde. Hüten wir uns davor, uns entmutigen zu lassen, zu glauben, der Glaube sei nur unsere Sache. An dem Tag, an dem wir nicht mehr vor Liebe brennen, wird die Welt erfrieren.

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