17. Mai, Dienstag der fünften Osterwoche

Joh 14,27-31: Ich gebe euch meinen Frieden.

Jesus gibt uns seinen Frieden, der, wie er sagt, nicht so ist wie der, den die Welt gibt. Wir wissen, wie sehr unser Leben von Gewalt geprägt ist, wir könnten unsere eigene persönliche Geschichte aufbauen, in der internationale Konflikte einen schrecklichen Kalender markieren. Viele von uns erlebten die aufregenden Jahre des Endes des Kalten Krieges, den Fall der Berliner Mauer, und hofften auf eine neue Ära des Friedens. Und jetzt der Krieg in der Ukraine!

Menschen beten und demonstrieren, um ein Ende der Konflikte zu fordern. Manchmal hat ein Gefühl der Bitterkeit unsere Hoffnung ausgelöscht. Der Mensch wird es nie lernen! Deshalb spricht Jesus von einem Frieden, der nicht von der Welt kommt, der also nicht in Vermittlung und Kompromiss besteht, sondern die Frucht des inneren Friedens ist.

In jedem von uns wohnt eine Wurzel der Gewalt, die ausbrechen und auf andere überschwappen kann. Die Begegnung mit Gott schafft Frieden in jedem von uns. Wir werden fähig, zu lieben, uns selbst mit der Liebe zu lieben, die von Gott kommt. Der Christ ist also ein Pazifist, weil er in seinem Innersten befriedet ist, weil er die Geschichte und die Menschen anders sieht. Indem wir Gott authentisch begegnen, lernen wir, Friedensstifter zu werden.

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