16. Mai, Montag der fünften Osterwoche

Joh 14,21-26: Der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, wird euch alles lehren.

Jesus stellt nur eine einzige Bedingung, um in die Gemeinschaft mit dem Jünger einzutreten: dass er bereit ist zu lieben und geliebt zu werden. So weit, so gut, könnte man meinen. Das ist richtig. Aber allzu oft ist das Gefühl der Liebe so vage, wie wir es uns vorstellen können. Heute steht die Liebe und insbesondere das Verlieben im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit; fast immer lehnen wir die Liebe jedoch nur in ihrer emotionalen Komponente ab. Jesus ist kategorisch: Die Liebe zeigt sich in der Einhaltung der Gebote.

Das Gebot wird im Evangelium zur Form der Liebe, zur Erklärung des Gefühls. Wenn ein Freund sagt, dass er mir sehr nahe steht und mich liebt, und mich nur zweimal im Jahr anruft, habe ich Grund, an seiner Freundschaft zu zweifeln! Wenn wir Gott wirklich lieben, wenn wir uns von ihm geliebt fühlen, dann sollten wir diese Liebe konkret werden lassen, indem wir unser geistliches Leben pflegen.

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