19. September Gedenktag der Heiligen Kornelius und Cyprian

Mehr als ein Jahr nach dem Märtyrertod des Papstes Fabian wurde der Priester KORNELIUS zu seinem Nachfolger gewählt (251). Damals gab die Frage, ob man die in der Verfolgung abgefallenen Christen wieder zur kirchlichen Gemeinschaft zulassen dürfe, Anlass zu einer Spaltung; Kornelius – darin einig mit dem hl. Cyprian und anderen Bischöfen – vertrat die mildere Praxis, während sein Gegner, der Priester Novatian, dem Papst an Begabung, aber nicht an Heiligkeit überlegen, die Auffassung vertrat, die Kirche könne den Abgefallenen keine Verzeihung gewähren. In einer neuen Verfolgung wurde Kornelius nach Civitavecchia verbannt und starb dort am 14. September 253.

CYPRIAN war in seiner Zeit der angesehenste Bischof von Nordafrika. Kurz nach 200 geboren, wurde er Lehrer der Rhetorik; um 248 wurde er zum Bischof von Karthago gewählt. Während der Verfolgung des Decius regierte er seine Diözese von einem Versteck aus. Er erwarb sich theologisches Wissen durch das Studium der Heiligen Schrift und der Väter; er selbst hat mehrere Schriften verfasst, darunter eine Erklärung des Vaterunsers. Sein Amt verwaltete er mit Güte und Festigkeit, und er wurde allgemein geliebt und verehrt. In der Frage, ob die von Ketzern gespendete Taufe gültig sei, stellte er sich gegen den Papst Stephan I., der diese Taufen anerkannte. Bevor es aber zu einer Spaltung kam, starb Cyprian in der Verfolgung des Valerian den Märtyrertod am 14. September 258.


Samstag der 23. Woche im Kirchenjahr

Lukas 6:43-49 Warum ruft ihr mich an: „Herr, Herr!“ und tut nicht, was ich sage?

Wenn aus unseren Taten nicht wirklich hervorgeht, dass wir Jünger sind, stimmt etwas nicht… Jesus achtet sehr auf die Kohärenz zwischen Worten und Taten, auch wenn wir die Kohärenz nicht zu einem Götzen machen dürfen!

Es besteht kein Zweifel, dass, wenn wir Gott wirklich erfahren haben, sich diese Erfahrung auch in unseren Entscheidungen, unserer Haltung und unserem Reden widerspiegelt. Ein guter Baum bringt gute Früchte hervor: Wenn wir Christen sehen, die nur Dornen hervorbringen, ist offensichtlich etwas auf ihrem Glaubensweg nicht in Ordnung…

Es genügt nicht, den Namen des Herrn anzurufen und eifrig am liturgischen und gemeinschaftlichen Leben teilzunehmen: Das ist der Ausgangspunkt, der dann in die Konkretheit des täglichen Lebens münden muss. Wir bauen das Haus unseres Lebens auf den festen Felsen des Wortes Gottes, das uns immer wieder beruhigt, manchmal richtet und fast immer ermutigt.

Wenn das Wort zum Maßstab für unsere Entscheidungen wird, wenn wir unsere Sünde ohne unnötige Skrupel zu erkennen wissen und sie Gott anvertrauen, dann trägt unser Leben, das auf dem Felsen gebaut ist, Früchte in guten Werken, in der Umkehr.

Lassen wir uns von Gott verändern.

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