7. Juni Hochfest des Herzen Jesu

Joh 19,31-37: Einer der Soldaten schlug ihn in die Seite, und sofort floss Blut und Wasser heraus.

Nach der Kreuzigung Christi hätte man meinen können, dass das Leben wie gewohnt weitergehen würde. Stattdessen konnte wegen dieses ungewöhnlichen Todes nichts mehr so sein wie vorher, für Israel wie für den Rest der Welt.

Am Kreuz hing das Sühneopfer, das sein ganzes Leben freiwillig geopfert hatte. Selbst im Tod gab Jesus etwas von sich: Blut und Wasser. Am Kreuz wird ein ganzes Leben der bedingungslosen Liebe offenbart, und es ist für uns das höchste Zeichen des Geheimnisses Gottes, der die Liebe ist. Wir sollten das Zeichen des Kreuzes immer sorgfältig machen. Jesus hat die tiefe Liebe Gottes zu uns gezeigt, für die er selbst der lebendige Beweis gewesen ist. Die absolute Großzügigkeit Christi, sowohl menschlich als auch göttlich, kommt aus der Tiefe seines Wesens: Man könnte sagen, dass sie in seinem Herzen verwurzelt ist.

Unsere Religion muss ein Element der Hingabe beinhalten, das heißt, eine direkte und glühende Verbundenheit mit der Menschlichkeit Christi. Um ein volles christliches Leben zu führen, reicht es nicht aus, an bestimmte Dogmen zu glauben, einer Gemeinschaft anzugehören und sich gut zu benehmen: Die Kirche ist aus der offenen Seite Christi geboren und hängt in ihrer Existenz von ihm ab.

Heiligstes Herz Jesu
Die Verehrung des Heiligsten Herzens geht nicht erst auf das 17. Jahrhundert zurück: Schon in den Psalmen des Alten Testaments ist davon die Rede, und im Evangelium ist der große Verbreiter dieser Verehrung der heilige Johannes, der sogar seinen Kopf auf das Herz Jesu legte. Nach späteren Entwicklungen, die dem heiligen Jean Eudes zu verdanken sind, kamen die zwölf Verheißungen, eine schöner als die andere, die der heiligen Margarete M. Alacoque (1647-1690) offenbart wurden, damit die Menschen das Heiligste Herz Jesu mehr lieben:

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