8. August, Gedenktag des Hl. Dominikus

Der Heilige Dominikus wurde um das Jahr 1170 in Spanien geboren und war zunächst Augustiner-Chorherr. Zu dieser Zeit waren in Südfrankreich und Spanien verschiedenen Irrlehren weit verbreitet, da es an geeigneter Lehre und Verkündigung mangelte. Infolgedessen gründete Dominikus die Predigerbrüder (Orden der Prediger – O.P.), besser bekannt als Dominikaner, die als Wanderprediger die Städte und Dörfer mit dem Ziel durchwanderten, den wahren Glauben zu predigen. Sein Vorbild und seine ergreifenden Predigten brachten viele zum katholischen Glauben zurück. 1217 gründete er den Orden der Dominikanerinnen und nur vier Jahre später starb er.

Mt 17,22-27 – Die Herrlichkeit Gottes – Herrlichkeit (Freiheit) des Sohnes

Jesus dokumentiert seine Herrlichkeit als Freiheit gegenüber dem Steuern fordernden Staat. Im Evangelium spricht Matthäus von der Tempelsteuer, die es in Kapharnaum zur Zeit Jesu nicht mehr gab. Gezahlt wird mit einer Doppeldrachme, die schon 200 Jahre außer Gebrauch war. D.h. Matthäus erzählt in kodierten Begriffen. In Wirklichkeit ging es um die römische Tributsteuer. In Kapharnaum war die Kaserne der römischen Tributeintreiber.

Jesus lehnt die Kaisersteuer ab, weil er ein Sohn Israels ist, ein ‚Sohn Gottes’, wie Matthäus, dann wieder richtig erzählt. Deswegen wurde er ja später auch vor Pilatus angeklagt: „Er hat verboten, dem Kaiser Steuern zu zahlen.“ Er sah Jahwe und nicht den Kaiser als König Israels an. Nur ihm war er Tribut pflichtig. Es geht um die Freiheit des Volkes und die Freiheit des einzelnen Menschen. Und die ist begründet in seiner Gotteskindschaft: „Also sind die Söhne frei.“

Für uns geht es darum, dass Gott uns grundsätzlich die Freiheit geschenkt hat als ein unveräußerliches menschliches Grundrecht; und das, weil er uns teilnehmen lässt an seinem Herr-sein, was Herrlichkeit von Sinn her bedeutet. Es geht um die Freiheit der Kinder Gottes.

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