Dienstag, 15. Februar – Was ist dein Sauerteig?

Mk 8,14-21: Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig des Herodes.

Was ist dieser „Sauerteig“, von dem Jesus spricht?  Nachdem Jesus seine Jünger gewarnt hat, erklärt er ihnen, was er meint und was er nicht meint.  Aber selbst diese Erklärung scheint über ihre Köpfe hinweg zu gehen.  Deshalb schließt er mit den Worten: „Versteht ihr immer noch nicht?“  Diese Frage stellt Jesus auch heute noch jedem von uns.,

Damit wollte Jesus sie zum Nachdenken, zum Zuhören und zum genauen Hinsehen bewegen.  Er warnte sie: „Passt auf!“  Nehmt euch vor diesem Sauerteig in Acht.  Es ist eine Warnung der Liebe, um ihnen zu helfen, eine sehr reale Gefahr zu sehen und zu verstehen.

Jeder, der Brot backt, kennt die Wirkung von ein wenig Sauerteig (wie Hefe) im Teig.  Wenn man nur ein kleines bisschen hinzufügt, wirkt sich das auf den ganzen Laib aus. Aber was ist nun dieser Sauerteig der Pharisäer und des Herodes?  Es sind die bösen Worte, die bösen Absichten und Fehler, die sie verbreiten.  Bei den Pharisäern ist es vielleicht nur ein kleines Missverständnis oder eine falsche Darstellung dessen, was Jesus gesagt oder getan hat.  Sie verdrehen vielleicht seine Worte oder geben einfach nonverbale Meinungen an andere weiter.  Das ist ansteckend und kann sich auf jeden auswirken.  Nach und nach wirken sich ihre kleinen Samen des Zweifels und der Ablehnung auf andere aus. Die kleinsten Worte können mit der Zeit großen Schaden anrichten. 

Aber das ist nicht alles, worauf wir uns konzentrieren sollten.  Genauso wichtig ist es, zu erkennen, dass auch die kleinen liebevollen Worte, die wir sagen, mit der Zeit einen großen Unterschied machen können.  Vielleicht ist es nur das kleine Lächeln, das wir schenken, oder eine freundliche Handlung, von der wir denken, dass sie unbemerkt bleibt.  Diese kleinen Taten und Worte sind der Sauerteig des Evangeliums.  Sie machen einen Unterschied, und sie können auch ansteckend wirken. 

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