Donnerstag 16. November. 32. Woche im Jahreskreis und Gedenktag der Hl. Margareta

Margaretas bewegtes Leben begann in Ungarn; um 1046 wurde sie in Reska bei Nadasd geboren. Sie war die Tochter des aus England vertriebenen Eduard Atheling und einer ungarischen Prinzessin. Mit zehn Jahren kam sie nach England an den Hof ihres Großonkels Eduard des Bekenners. 1066, nach der verlorenen Schlacht von Hastings, floh sie nach Schottland, wo sie sich um 1070 mit König Malcolm verheiratete.

Der Ehe entsprossen sechs Knaben und drei Mädchen. Auf den rauen König hatte Margareta einen wohltuenden Einfluss, der dem Land zugute kam. Sie war streng gegen sich selbst, gut zu den Armen; sie reformierte das kirchliche Leben, förderte Kultur und Erziehung. Sie starb mit 46 Jahren am 16. November 1093, wenige Tage nachdem sie die Nachricht vom blutigen Tod ihres Gatten und ihres Sohnes Eduard erhalten hatte. Sie wurde 1249 heilig gesprochen.

Lk 17,20-25: Das Reich Gottes ist mitten unter euch.

Das Reich Gottes ist mit unserer Welt vermischt, es ist ein integraler Bestandteil von ihr und eng mit ihr verbunden. Das Reich Gottes ist nicht etwas anderes.

Viele, so mahnt uns Jesus, meinen, das Reich Gottes anderswo zu finden, in außergewöhnlichen Ereignissen und laufen deshalb Wundern und Erscheinungen nach. Dies ist nicht der Fall.

Unsere Augen müssen sich darin üben, die Zeichen des Reiches Gottes zu erkennen und nur unser Herz ist fähig, es wahrzunehmen. Wie oft denken wir, dass die Gegenwart Gottes mit etwas Fantastischem zusammenfällt, mit einem Ereignis, das uns schockiert und in Erstaunen versetzt.

Armer Glaube, der Wunder braucht, um zu wachsen! Schwacher Glaube, der Bestätigung braucht, um weiterzukommen! Wir sind aufgerufen, unseren Blick zu ändern und das Reich Gottes zu erkennen, das sich in unserer Mitte verwirklicht.

In unseren Pfarreien, in unseren Liturgien, in unseren karitativen Initiativen, in unserer Prophetie verwirklichen wir das Reich Gottes, nicht anderswo. Wie schön ist es zu wissen, dass meine Gemeinschaft eine Vorwegnahme und teilweise Verwirklichung des Reiches Gottes ist, das immer schon da ist und noch nicht! Wie schön ist es, den Tag mit dem Wunsch und der Aufgabe zu beginnen, das Reich Gottes zu erkennen, das bereits in unserer Mitte gegenwärtig ist!

Bild: Asyl Flüchtlinge Verfolgung – Kostenloses Foto auf Pixabay – Pixabay

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