Freitag der 30. Woche im Jahreskreis

Lk 14,1-6: Wer von euch, wenn ein Sohn oder ein Ochse in den Brunnen fällt, wird ihn nicht sofort am Sabbat herausziehen?

Wie viele Prüfungen muss Gott bestehen, um verstanden und akzeptiert zu werden? Wie viele Verhöre muss Jesus über sich ergehen lassen, um unsere Zustimmung zu erhalten? Jesus wird sogar von einem Führer der Pharisäer eingeladen, aber, wie Lukas genau feststellt, ist es kein Freundschaftsessen, an dem er teilnimmt, sondern eine weitere, verschleierte Prüfung seiner Absichten. Eine nutzlose Prüfung.

Und im Angesicht des Kranken stößt er die vielen anwesenden Theologen vor den Kopf, die das Gesetz Gottes wie ein Messer schwingen, die angesichts des in Jesus Christus gegenwärtigen Gottes nichts Besseres zu tun wissen, als zu kritisieren und zu widersprechen.

Dabei ist alles so einfach, wenn man es auf das Wesentliche reduziert: Liebt Gott das Leben oder nicht? Bevorzugt er Gesundheit und Heil oder die Einhaltung einer Norm, wie wichtig sie auch sein mag? Ist er für das Licht oder für die Finsternis?

Aber so ist es, auch für uns heute: Wenn wir mit direkten und einfachen Fragen konfrontiert werden, die Gott uns stellt, sind wir die ersten, die unser Leben verkomplizieren, die „Unterscheidungen“ machen, die Einwände erheben.

Es ist dramatisch, das zu sagen, aber im Evangelium erscheint Gott unendlich toleranter und liberaler als wir, die wir uns hinter tausend Regeln verstecken und die dann auch noch ihm zuschreiben!

Bild: Kostenlose Nutzung unter der Pixabay-Inhaltslizenz

Kirche Fenster Kirchenfenster – Kostenloses Foto auf Pixabay – Pixabay

Please follow and like us:
error
fb-share-icon