Freitag der achten Woche im Jahreskreis

Mk 11,11-25: Mein Haus soll ein Haus des Gebets für alle Völker genannt werden.

Markus konzentriert das gesamte öffentliche Leben Jesu in Galiläa auf einen Zeitraum von drei Jahren. Zehn Kapitel seines Evangeliums sind seiner Mission gewidmet. Die letzten vier Kapitel berichten von der letzten Woche des Lebens Jesu in Jerusalem.

Die erste Begegnung Jesu mit dem Tempel entpuppt sich als Fehlschlag: Sobald er den Tempel betritt, genügt Jesus ein Blick, um zu erkennen, dass dies nicht mehr der Ort für eine Begegnung mit Gott ist. Jesus zieht Bethanien Jerusalem vor. Der Name Bethanien bedeutet „Haus der Armen“.

Auf dem Rückweg zum Tempel trifft Jesus auf einen Feigenbaum, Symbol priesterlicher Religiosität: üppig und grün, nur scheinbar vital, trägt er keine Früchte. Es handelt sich also um eine Religiosität, die nur auf den Schein schaut, wie die, die Jesus im Tempel vorfindet. Die Reinigung des Tempels, die ergreifende Szene, die Jesus an heiliger Stätte vollführt, ist voller Symbolik. Jesus ist gekommen, um Frucht zu bringen, er empfängt einen Glauben, der nicht in sterilem Ritualismus gefangen ist! Die Auseinandersetzung mit der priesterlichen Klasse beginnt.

Auf dem Spiel steht die Vision von Gott, die Vision des Glaubens selbst. Jesus ist bereit zu sterben, um das wahre Antlitz des Vaters zu verteidigen…

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