Rita wurde 1381 in der Nähe von Cascia geboren (ca 150 km nordöstlich von Rom). Schon als Kind besuchte sie oft die Augustiner Schwestern in Cascia und träumte davon einmal selber dort einzutreten. Die Eltern aber verheirateten sie sehr jung an Paolo Mancini. 18 Jahre lang lebte sie mit dem ziemlich gewalttätigen und jähzornigen Mann und gebar ihm auch zwei Buben. Als sie es nach Jahren geschafft hatte, dass ihr Mann der Gewalt den Rücken zukehrte, musste sie mit eigenen Augen mit ansehen, wie ihr Mann ermordet wird.
Rita betete darum, dass die Kinder keine Mörder würden (Blutrache war das Recht und auch die Pflicht der Kinder) und das wurden sie nicht; dafür raffte sie die Pest dahin. Rita, so sagt die Legende, hat die Leute während der Pest gepflegt und u.a. auch den Mörder ihres Mannes.
Später ist sie dann doch ins Kloster eingetreten. Schwerkrank soll sie vor ihrem Tod um eine Rose im Januar gebeten haben und die sei im Garten erblüht. So wird sie heute als Fürsprecherin besonders in aussichtslosen Fällen angerufen. Ihr Leichnam, der auch heute nach fast 700 Jahren noch intakt ist, wird in Cascia verehrt.

Joh 21,15-19: Weide meine Lämmer, hüte meine Schafe.
Dreimal hatte Petrus geleugnet, den Meister zu kennen, als er von einer Dienerin zur Rede gestellt wurde. Der Apostelfürst hatte einen sehr schlechten Eindruck hinterlassen, denn er verweigerte, was er wenige Stunden zuvor feierlich versprochen hatte. Dies ist wahrscheinlich der Grund, warum die Evangelisten uns Petrus als den letzten der Apostel vorstellen, der sich zur Freude bekehrt. Jesus ist natürlich auferstanden, und Petrus hatte auch die außergewöhnliche Erfahrung einer privaten Erscheinung, die wohl nicht sehr gut verlaufen ist, da niemand darüber spricht. Aber es ist, als ob die Auferstehung für jemand anderen gilt, nicht für ihn.
Jesus kommt also, um die Schafe zu retten, die sich verirrt hatten, am See von Tiberias, am Ende einer weiteren fruchtlosen Nacht. Deshalb nimmt er ihn zur Seite und hilft ihm, sich mit sich selbst zu versöhnen. Petrus wird bedrängt und gibt zu, dass er den Herrn liebt. Aber er ist nicht mehr bereit, große Ankündigungen zu machen und große Versprechungen zu machen. Der Schmerz ist zu groß, um es noch länger zu wagen.
Jesus lächelt: Jetzt ist Petrus bereit. Weil er seine eigene Begrenztheit erfahren hat, ist er nun in der Lage, die Begrenztheit der anderen zu akzeptieren, ohne Urteil und Hochmut, sondern mit der Barmherzigkeit, die die Heiligen schmiedet. So wie es Petrus passiert ist.
