Freitag der siebten Woche im Jahreskreis

Mk 10,1-12: Was Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht trennen.

Zur Zeit Jesu gab es die Ehescheidung. Männlich, natürlich, aber rechtmäßig und heilig, sogar Moses zugeschrieben: wer hätte das je in Frage gestellt? Jesus ist zutiefst erschüttert und vertreibt alle: Die Menschen denken von sich aus, Gott hat nichts dergleichen gedacht. Es ist gut, uns sagen zu können, dass das lebenslang in Liebe lebende Paar keine fromme Illusion ist, sondern Gottes eigener Traum!

Im Lichte dieses Wortes ist die Kirche mit großem Respekt aufgerufen, die heiklen Fragen der Menschen von heute zu beurteilen, die das Scheitern der Ehe an ihrer eigenen Haut erfahren. Die Kirche kann ein so scharfes und klares Wort sicherlich nicht ändern, aber sie kann auf die Besonderheiten jeder einzelnen Situation eingehen, um eine Praxis zu schaffen, die die Menschen nicht entmutigt.

Der eine ist der verlassende Ehepartner, der andere der verlassene Ehepartner. Die Jünger erfahren trotz ihrer Begrenztheit die Wahrheit des Wortes des Herrn und versuchen, durch ihre Entscheidungen als Ehepaar den Traum Gottes zu ermöglichen und zu verwirklichen.

In dieser zerbrechlichen Zeit, in der die Möglichkeit, einander zu lieben, verweigert wird, können wir dennoch den Plan verkünden, den Gott für diejenigen hat, die sich in ihm lieben.

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