Montag – 14. Februar – Fest von Cyrill und Methodius

Cyrill und Methodius waren Brüder und stammten aus Thessalonike (Saloniki). Seit 863 wirkten sie gemeinsam als Missionare bei den slawischen Völkerschaften von Mähren und Ungarn. Sie werden verehrt als Schutzpatrone Europas!

Schon einmal gab es in Europa eine `Osterweiterung‘, am Ende des 9. Jahrhunderts. Der mährische Fürst Rostislav hatte den byzantinischen Kaiser Michael III. gebeten, ihm slawisch sprechende Priester zu schicken. Der Patriarch Photius schickte die Brüder Cyrill und Methodius nach Mähren und Ungarn. Das war 862. Sie waren geboren 826 und 827 in Thessalonike (Saloniki). Cyrill übersetzte biblische und liturgische Texte ins Slawische und erfand eine eigene Schriftsprache, das Glagolit. Diese wurden trotz starken Widerstandes westlicher Bischöfe von Papst Hadrian II. gebilligt. Nach seiner Priesterweihe war er zunächst Philosophieprofessor gewesen. 866 wurde Methodius zum Erzbischof von Pannonien berufen. Es umfaßte das östliche Österreich, Ungarn und Mähren. Daraufhin ließ ihn der Erzbischof von Salzburg, der diese Gebiete als sein Territorium ansah, gefangen setzen. Nach zwei Jahren, 873, befreite ihn Papst Johannes VIII. Methodius starb am 6.4.885 in Starè Mêsto; Cyrill am 14.2.869 in Rom.

Lk 10,1-9 – In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit voraus in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden.

Lukas beschreibt uns mit den Worten Jesu die Missionsordnung der ersten Kirche. Wichtig ist vor allem der Sinn und der Auftrag der Mission. Die 72 Jünger, gemeint sind alle Christen, sollen dem Herrn vorausgehen, dorthin, wohin er selbst kommen will. Sie sollen den Menschen sagen: „Das Reich Gottes ist euch nahe.“ – und es ihnen zeigen, indem sie die Kranken dort pflegen und heilen. Unser guter Umgang mit den Kranken zeigt also, ob das Reich Gottes nahe ist.

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