Evangelium von heute

Montag der 1. Fastenwoche, 7. März – Das Gesetz der Barmherzigkeit

Die Gerichtsrede des Matthäus geht dahin, dass alle heilig sein sollen, wie Gott heilig ist. An Hand des `Fastenprogramms‘ des Jesaja, wo es heißt, „Das ist ein Fasten, das dem Herrn gefällt!“ zählt er die Werke der Nächstenliebe auf, die unter dem Namen `Werke der leiblichen Barmherzigkeit‘ bekannt wurden. Und es geht wieder nicht um fromme Gefühle, sondern um konkrete Taten: Hungernde sättigen usw. Bedeutend ist, dass Gott sich mit den Leidenden identifiziert. Der leidende Christus wird der Richter auf dem Thron sein. Das wird die Gerechten wie die Ungerechten am meisten erstaunen.

Der verborgene Gott, auf den wir unsere Hoffnung setzen, wird der Richter sein, eins mit den Leidenden aller Zeiten. Die Werke der Barmherzigkeit sind die Kriterien für das Gericht. Der Richter spricht für die Leidenden Dank und Anklage aus. D.h. im Leidenden erscheint uns Gott. Gerade, wenn ein Mensch am Tiefpunkt ist, dann besteht noch immer seine Gottebenbildlichkeit oder gerade noch mehr. Dann gleicht er nämlich dem Gottessohn am Kreuz.

Nächstenliebe, nicht als frommer Schwarm, Nächstenliebe als konkrete Tat, am Nächsten, d.h. an meiner Familie, meinen Freunden, meiner Gemeinde, besonders dann, wenn sie in Not sind. Barmherzigkeit, d.h. Zuwendung zu Menschen, die in Not sind, weltweit, zu allen `Kindern Gottes‘. Und d.h. Konkretes tun gegen Hunger, Wassernot, Wohnungsnot, Versorgungsmangel, Unfreiheit, Krankheit. Oft können wir dies nicht selbst tun. Aber wir können Menschen und Organisationen unterstützen, die Hilfen zu den Menschen in Not bringen. Das ist ein Fasten, wie es dem Herrn gefällt.

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