Samstag, 11. November – Gedenktag des Hl. Martin von Tours

Martin (Pannonien, um 316 – Candes, Frankreich, 397) offenbarte als Soldat und Katechumene seine evangelische Nächstenliebe, indem er einem von der Kälte durchgefrorenen Armen die Hälfte seines Mantels schenkte. Nach seiner Taufe stellte er sich unter die Führung des heiligen Hilary (339) und gründete ein Kloster (360) in Ligugè in der Nähe von Poitiers, das erste im Westen. Zum Priester und Bischof von Tours (372) geweiht, wurde er mit Hilfe der Mönche des großen Klosters von Marmoutiers (Tours) zum Apostel der Landbevölkerung. Er verband die Verkündigung des Evangeliums mit einem unermüdlichen Einsatz für die soziale Besserstellung der Bauern und Hirten. Seine Gestalt ist von grundlegender Bedeutung für die Geschichte der Kirche in Gallien, und zwar unter pastoralen, liturgischen und monastischen Aspekten. Er ist ein sehr beliebter Heiliger und der erste Bekenner, der nicht als Märtyrer verehrt wird, sondern in einem liturgischen Ritus. Seine „Absetzung“ am 11. November ist im Hieronymischen Martyrologium (6. Jahrhundert) festgehalten.

Sulpicius Severus, der das Leben des hl. Martin schrieb, berichtet: „Auch wenn er las oder sonst mit einer Arbeit beschäftigt war, ließ sein Geist doch nie vom Gebet ab. Wie ein Schmied bei seiner Arbeit immer wieder den Hammer auf den Amboss fallen lässt, so betete Martinus ohne Unterbrechung, auch wenn er anscheinend etwas anderes tat … In seinem Mund war nichts anderes als Christus, in seinem Herzen wohnten nur Güte, nur Friede, nur Erbarmen.“

Mt 25:31-40 Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan

Das Urteil wird sich auf das beziehen, was wir getan haben. Und auf das Herz, mit dem wir es getan haben werden. Der Glaube ist Konkretheit, nicht Worte, das Gebet infiziert das Leben, es verändert es, es betäubt es nicht, die Feier geht in der Stadt weiter, sie endet nicht im Tempel. Das Gebet, die Eucharistie, die Beichte sind also Instrumente der Gemeinschaft mit Christus und untereinander, um unser Leben zu einem Ort des Glaubens zu machen. In meinem Büro, an meiner Fakultät, zu Hause in der Küche werde ich gerettet werden. Wenn ich es verstehe, den Glauben von innen nach außen zu bringen, von fern nach nah, und das Antlitz des angebeteten Christus im Antlitz des Bruders zu erkennen, dem ich jeden Tag begegne.

Bild: Kostenlose Nutzung unter der Pixabay-Inhaltslizenz
Sankt Martin Relief Kirche – Kostenloses Foto auf Pixabay – Pixabay

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