Samstag, 4. November – Hl. Karl Borromäus

Ein guter Pfarrer ist eine hervorragende Gabe für die Kirche, so wie der heilige Karl für die Kirche von Mailand und für die gesamte Kirche war. Dieser junge Mann, der im Alter von nur 25 Jahren zum Bischof geweiht wurde, lebte in den Annehmlichkeiten und Ehren seines Standes und stellte sich ganz in den Dienst seines Volkes, indem er Reichtum und Gesundheit opferte und extreme Mühen und Bußübungen auf sich nahm, die sein Leben sicherlich verkürzten. Er setzte sich mit Energie und Geduld für die Umsetzung des Konzils von Trient ein, immer in dem Bemühen, heilige und eifrige Priester auszubilden.

Die Liebe des gekreuzigten Jesus war für ihn ein Vorbild und ein ständiger Ansporn. „Man sagt, der heilige Karl sei ein Mann des Gebets, der Tränen und der Buße gewesen, die nicht als heroisches Werk verstanden werden dürfen. Es war für ihn eine geheimnisvolle, leidenschaftliche Teilnahme an den Leiden Christi, an seinem Eintreten gegen die Sünde der Welt, fast bis zum Zerbersten des Herzens und der Seele“.


Samstag der 30. Woche im Jahreskreis

Lukas 14:1, 7-11: Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

Wenn wir zu sehr mit uns selbst beschäftigt sind, ist kein Platz für Gott! Das lehrt Jesus den erstaunten Pharisäer, der ihn eingeladen hat, und uns. Es ist wahr: Wenn wir uns für etwas Besonderes und Besseres halten als andere, laufen wir Gefahr, den gesamten verfügbaren Raum einzunehmen… aber wer in ständiger Abwertung seiner selbst lebt, nimmt schließlich auch den gesamten Raum mit einer negativen Einstellung ein.

Von unserem geistigen Ego erfüllt zu sein, ist eine Schwäche, die am schwierigsten auszurotten ist! Jesus schlägt vor, uns in Demut zu üben und im Bewusstsein unserer Grenzen zu leben, ohne zum Riesen unserer Träume oder zum Zwerg unserer Ängste zu werden.

Bescheidenheit ist ein Geschenk und eine Errungenschaft, ein Gleichgewicht, das nur ganz bewusst und mit viel Sinn für Ironie erreicht werden kann. Aber da gibt es auch eine ganz falsche Art von Bescheidenheit: Es gibt viele Menschen, die sich für wertlos halten, oder für einen schlechten Menschen, und weil sie das denken, glauben sie, sie seien demütig… Aber das ist keine Demut, das ist Depression!

Demut, im lateinischen humilitas, ist eine Haltung, die an die Wurzel des Wortes erinnert, das sie kennzeichnet: Humus.

Demut ist ein fruchtbarer Boden, auf dem Bäume wachsen. Erde: ein Zeichen der Konkretheit und Echtheit, ohne Über- noch Untertreibung und ohne sich entmutigen zu lassen.

Fruchtbar: Das Bewusstsein für unsere Grenzen und Qualitäten trägt viele Früchte!

Bild: Kostenlose Nutzung unter der Pixabay-Inhaltslizenz

Sitzordnung Bei Tisch Hochzeit – Kostenloses Foto auf Pixabay – Pixabay

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