Dienstag 26. MAI Philipp Neri – 8. Woche im Jahreskreis

Mk 10,28 In jeder Zeit sagte Petrus zu Jesus: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.

Geboren 1515 in Florenz, widmete sich Philipp Neri in Rom der kirchlichen Erneuerung und insbesondere der Jugenderziehung, wobei er durch seine humorvolle Lebenshaltung und neue Seelsorgemethoden großen Einfluss gewann. 1551 zum Priester geweiht, gründete er das „Oratorium“, durch das er seine Gedanken in weite Kreise trug und für die geistliche Lesung, den kirchlichen Gesang und die Übung der Nächstenliebe neue Anregungen gab. Als einer der großen Seelenführer der Kirche starb er am 26. Mai 1595 in Rom, Grab in S. Maria in Vallicella


Die Worte des Evangeliums bringen letztlich auf den Punkt, was Nachfolge im Sinne Jesu bedeuten kann. In dieser Nachfolge findet der Mensch das Glück, mit dem Herzen Gottes im Einklang zu leben.

Es geht um die Frage: Welchen Stellenwert nimmt Gott, nimmt Jesus Christus in meinem Leben ein? Ist er eine Randfigur oder bildet er jene Mitte, aus der ich leben soll und leben darf?

Jesus macht Mut, unsere innerste Herzensfrage nach dem vollkommenen Glück auszusprechen und nicht mit oberflächlichen Parolen zuzuschütten. Oder anders gesagt: Lass dir von niemandem ausreden, dass dein Herz das ewige Glück bei Gott sucht.

Wenn wir in der Nachfolge Jesu stehen und gehen, werden wir unweigerlich auf den wunden Punkt unseres Lebens angesprochen. Es muss ja nicht immer der Reichtum und das Geld sein. Der wunde Punkt aber kann helfen, die Zielmarken des Lebens wieder neu zu bewerten und aufzustecken.

„Lass mich los und halt mich fest!“ – so sagen Kinder zu ihren Eltern, wenn sie auf dem Weg sind, erwachsen zu werden. Was bindet mich zu sehr, auf was achte ich mit größtem Eifer und was hindert mich, Jesus Christus mit ganzem Herzen nachzufolgen?

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