Brasilien: Pater Minte bei den Macuxi und Wapichana

Brasilien: Pater Minte bei den Macuxi und Wapichana

Pater Mintesnot Simeneh Lemessa wurde 1993 in Jijiga (Äthiopien) geboren. Er absolvierte das Noviziat in Lusaka (Sambia) und das Scholastikat in Sao Paulo (Brasilien). Im Anschluss an sein Theologiestudium leistete er zwei Jahre Missionsdienst in Manaus. Nach seiner Priesterweihe im August 2025 wurde er beauftragt, mit den indigenen Völkern der Macuxi und Wapichana im brasilianischen Bundesstaat Roraima zu arbeiten.

Am 11. November 2025 habe ich offiziell meine erste Mission als Priester im äußersten Norden Brasiliens, in der Region an der Grenze zu Venezuela, begonnen. Ich wurde entsandt, um den indigenen Völkern der Macuxi und Wapichana im Bundesstaat Roraima zu dienen. Es handelt sich um Völker, die aus diesem Land stammen und eine eigene Geschichte, Sprache, Kultur und Spiritualität haben. Es sind Gemeinschaften, die eine tiefe Verbindung zum Land, zur Familie und zum Gemeinschaftsleben pflegen. Viele sind katholisch und begleiten die Kirche seit Jahrzehnten, vor allem dank einer missionarischen Präsenz, die sich für den Glauben und die Verteidigung der Würde der indigenen Völker einsetzt.

Unsere Mission umfasst über zwanzig Gemeinden, von denen viele in abgelegenen und schwer zugänglichen Gebieten liegen. Zusammen mit zwei Mitbrüdern – Pater Deivith Harly Zanioli Gonçalves und Pater Keyali Teddy Njaya – leisten wir Seelsorge, feiern die Sakramente, besuchen Familien, begleiten junge Menschen und bieten menschliche Unterstützung, wo sie gebraucht wird. Die Mission unter den indigenen Völkern ist eine Priorität für die Comboni-Missionare in Brasilien, insbesondere in der Diözese Roraima, deren Hauptstadt Boa Vista ist. Die lokale Kirche zeichnet sich durch ihr Engagement für den Schutz des Lebens, der Kultur und der Rechte der indigenen Völker aus.

Wir wissen, dass die indigene Bevölkerung in Brasilien mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert ist, auch was den Schutz ihrer Territorien betrifft, wie die jüngsten Diskussionen über den sogenannten Marco Temporal zeigen. Angesichts dessen möchte unsere missionarische Präsenz ein Zeichen der Nähe, des Zuhörens, der Gerechtigkeit und der Hoffnung sein.

In dieser Mission fühle ich mich zutiefst ermutigt und erneuert. Ich wurde mit Herzlichkeit und Einfachheit empfangen. Vom Glauben, der Ausdauer und der Gemeinschaftskraft dieser Völker kann ich vieles lernen. Es ist eine große Gnade, meinen priesterlichen Dienst gemeinsam mit ihnen zu beginnen.

Pater Mintesnot Simeneh Lemessa, mccj

Please follow and like us:
error
fb-share-icon