Vergebung (24. So. i. J.– Mt 18, 21-35)

Vergebung (24. So. i. J.– Mt 18, 21-35)

Vergebung (24. So. i. J.– Mt 18, 21-35)

In der Antike galt die Vergebung im Sinne des Verzeihens als Tugend der Könige, sie ist Großmut, welche Souveränität voraussetzt. Wirklich vergeben kann nur Gott. »Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott?« (Lk 2,7). So ist Vergebung nur möglich in der Kraft und der Vorgabe der Heilstatt Gottes in Christus (Röm 3,25f). Sie ist nur möglich im Licht der Aussage, dass auch Gott uns mit sich versöhnt hat, als wir noch seine Feinde waren (Röm 5,10). Nach dem Vorbild Gottes sollen auch wir verzeihen: Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir einander vergeben« (Mt 6,12; Lk 11,4). Als solche ist sie aber auch nötig. Deshalb gilt: »Vergebet einander, weil auch Gott euch durch Christus vergeben hat« (Eph 4,32). »Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!« (Kol 3,13)

Kardinal Walter Kardinal Kasper

Please follow and like us:
error
fb-share-icon