12. April, Dienstag in der Karwoche – Einer von euch wird mich verraten…

Die Passion Jesu nimmt heute mit dem Verrat des Judas konkrete Formen an. Obwohl Jesus ihm ins Gewissen redet verlässt er die Gemeinschaft mit Jesus und geht in die Nacht hinaus. Ein kräftiges Symbol! Unser Begriff „Sünde“ kommt ja von „sich absondern“. Mit jeder Sünde sondern wir uns ab, verlassen wir die Gemeinschaft mit Jesus, wird es Nacht um uns. Deshalb werden wir vor jeder Messfeier, in der wir die Gemeinschaft mit Jesus feiern, aufgefordert, uns zu prüfen, ob wir würdig sind, an diesem Mahl teilzunehmen.

Jesus muss auch den Petrus vor seiner Arroganz bewahren, davor, sich für etwas Besseres zu halten als andere. Dies ist das Herzstück des Evangeliums: der unbesiegbare Wille Jesu, die ihm Anvertrauten zu retten, das gilt auch uns!

Es gibt keine Dunkelheit, die uns endgültig von Gott trennen kann. Es gibt keinen Stolz, der uns daran hindert, wiedergeboren zu werden. Schauen wir auf uns selbst: Wie stehen wir da, vor diesem kommenden Ostern? Jesus will sich noch immer verschenken, und jede Eucharistie, die wir feiern, wird zu dem Ort, an dem wir seinen unversehrten Erlösungswillen für jeden Menschen nachvollziehen und vergegenwärtigen.

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