13. April, Mittwoch, der Karwoche

Die Lage spitzt sich zu. Jesus, der der, von Jesaja vorausgesagte, Gottesknecht ist, gerät immer mehr in die Enge. Entmutigt durch die negative Reaktion des Sanhedrins, der den Nazarener nicht einmal sehen will, denkt Judas daran, ihn zu zwingen. Er will einen politischen Messias, er will Jesus zwingen, sich vor der Welt zu offenbaren. Seine wirkliche Rolle in der Verschwörung gegen Jesus ist aber eher klein: Sie besteht nur darin, den Ort und den günstigen Zeitpunkt für die Verhaftung Jesu ohne viel Aufhebens zu nennen.

Unbeeindruckt davon trifft Jesus die Vorbereitungen für sein letztes Abendmahl. Und obwohl er offenbar um die Machenschaften des Judas weiß und ihm dies auch sagt, geht er seinen Weg weiter. Er selbst sah die einzelnen Augenblicke seines Lebens immer im Licht seiner großen Stunde. „Die Stunde ist da„, damit eröffnete er den letzten Abschnitt seines irdischen Lebens, seine Passion. Er machte sich nicht selbstherrlich seinen Lebensplan, sondern nahm ihn gehorsam aus den Händen seines Vaters entgegen.

Christliches Leben, Leben nach Jesu Christi Vorbild, ist es, wenn wir unseren Lebensplan aus Gottes Händen annehmen; wenn wir uns das Vertrauen in Gottes Beistand und Nähe im Leiden behalten und einen unerschütterlichen Glauben an seine Treue. Wenn wir daran festhalten, dann werden wir wie Jesus zu Zeugen der weltverändernden Macht der Versöhnung und der Liebe Gottes und seiner unwiderruflichen Treue.

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