22. April, Freitag der Osteroktav – Jesus kam und nahm das Brot und gab es ihnen, und auch die Fische

Petrus ist der letzte der Jünger, der sich bekehrt. Zu groß ist der Schmerz in seinem Herzen, zu erfolglos ist sein Weg. Die Tatsache, Jesus vor einem Diener verleugnet zu haben, stürzt ihn in absolute Verzweiflung. Jesus ist natürlich auferstanden, aber nicht für ihn…

Er geht zurück zum Fischfang, nimmt die Netze wieder auf, die er drei Jahre zuvor verlassen hatte, um das verrückte Abenteuer mit dem Herrn zu beginnen. Seine lebenslangen Freunde folgen ihm, bleiben bei ihm, um ihn zu ermutigen und zu unterstützen. Aber wie so oft wird der Schaden durch den Spott noch vergrößert: Er fängt in der Nacht nichts, und die Stimmung ist nun am Tiefpunkt angelangt.

Aber am Ende jeder fruchtlosen Nacht wartet der Herr auf uns, so wie er auf Petrus wartet. Wenn wir den Tiefpunkt erreicht haben, ist der Herr da und wartet darauf, dass wir wieder aufstehen. Der neugierige Mann bittet um Informationen, die Jünger antworten kaum, und dann passiert es. Der Satz, den ich drei Jahre zuvor an gleicher Stelle gehört hatte: „Aufs Meer hinaus“. Sie schauen sich nun erstaunt und schweigend an. Sie fahren aufs Meer hinaus, die Netze quellen über vor Fischen.

Ein neues Zeichen, das Zeichen eines fruchtbaren Fangs, ein Zeichen, das auf eine unerwartete Realität hinweist: Er ist es, es ist der Herr. Er kam extra für Petrus, um ihn aus dem Abgrund zu ziehen

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