4. August – Donnerstag – Gedenktag des Hl. Johannes Maria Vianney

Vianney, gemeinhin als Pfarrer von Ars bekannt, wurde 1786 in Dardilly, Frankreich, geboren. Aufgrund seiner Bildungsschwierigkeiten wurde ihm die Priesterweihe fast verweigert, aber er wurde 1815 zum Priester geweiht und 1818 zum Pfarrer in der Stadt Ars in der Nähe von Lyon ernannt, wo er bis zum Ende seines Lebens tätig sein sollte. Nichts im Leben war ihm wichtiger als geistliche Dinge, so dass seine Kleidung zerfiel, seine Nahrung unzureichend war und er kaum schlief, aber er zog dennoch Tausende in seine kleine Kirche, wo viele von seinem verborgenen Wissen und seinen Heilungsgaben profitierten. Es heißt, dass in den zwölf Monaten vor seinem Tod im Jahr 1859 wöchentlich über 1.000 Menschen zu ihm kamen. Er wurde 1925 heiliggesprochen und vier Jahre später zum Schutzpatron der Pfarrgeistlichen ernannt.

Donnerstag der 18. Woche im Jahreskreis

Mt 16,13-23: Du bist Petrus, und dir werde ich die Schlüssel des Himmelreichs geben.

„Wer bin ich für dich?“ Simon, der Fischer, wagt es und ergreift Partei.  Für Simon ist die Behauptung, dass Jesus der Christus ist, nicht einfach. Simon sagt zu Jesus: „Du bist der Christus“, was bedeutet: „Du bist der Messias, auf den wir gewartet haben“, ein schönes und gutes und auf jeden Fall mutiges Glaubensbekenntnis. 

Petrus, der in dem Zimmermann den von Gott Gesandten erkennt, macht einen entscheidenden Sprung in seiner Geschichte, eine Erkenntnis, die sein Leben verändern wird. Jesus antwortet ihm: „Du bist Petrus (der Fels)“. Simon weiß nicht, dass er Petrus ist. Er weiß, dass er stur und ungestüm ist. Doch als er in Jesus den Christus erkennt, entdeckt er sein neues Gesicht, eine ihm unbekannte Dimension, die ihn dazu bringen wird, den Glauben seiner Brüder zu festigen.

Petrus offenbart, dass Jesus der Christus ist, Jesus offenbart Simon, dass er Petrus ist.  Austausch von Höflichkeiten. Wenn wir uns dem Geheimnis Gottes nähern, entdecken wir unser eigenes Gesicht; wenn wir uns der Wahrheit Gottes nähern, erhalten wir im Gegenzug die Wahrheit über uns selbst. Das Bekenntnis zur Identität Christi stellt unsere tiefste Identität wieder her. Der Gott Jesu ist kein Konkurrent für mein Menschsein.

Nach dem Glaubensbekenntnis des Petrus wird er zum ersten Hirten der Herde ernannt wurde, eine Rolle, die durch das Papsttum weitergegeben wurde.

Christus trifft jetzt seine letzten Vorbereitungen, bevor er nach Jerusalem geht, wo er für uns leiden und sterben und damit den neuen und ewigen Bund schließen wird, von dem Jeremia gesprochen hat.

Please follow and like us:
error
fb-share-icon