Donnerstag, 18. Mai, Christi Himmelfahrt

Joh 28, 18-19 Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde.
Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern;

„Auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel.“ Zwei Sätze, die uns im Glaubensbekenntnis leicht über die Lippen gehen, aber doch unser Vorstellungsvermögen sprengen. Die Bibel hat uns nicht genau beschrieben, wie Jesus dem Grab entstieg. Sie beschreibt uns auch heute nicht genau, wie Jesus in den Himmel aufstieg. Wir können es nur im Geist ergreifen, den Jesus uns verheißen hat: Jesus ist wieder zu Gott zurückgekehrt, unseren irdischen Blicken entzogen, und doch lebendig mitten unter uns.

Letztendlich zieht Gott aber auch uns immer zu sich, denn nur in ihm erkennen sich Männer und Frauen wirklich. Die Himmelfahrt ist ein Hinweis darauf, wohin diese göttliche Anziehung führt, zu Gott, zu unserer himmlischen Heimat, wo wir wirklich hingehören, und zur Mission.

Nach oben blicken, wie die Jünger, öffnet unseren Geist für den wahren Sinn, Zweck und Wert der Dinge um uns herum. Dieser Blick bewirkt eine Veränderung im Verständnis und in der Wertschätzung des göttlichen Plans in der Welt. Er hilft uns, die Dinge hier in der Welt zu relativieren, in Bezug zu setzen, mit den ewigen Dingen.

Jeder von uns hat diesen Blick nach oben dringend nötig, und dieses Fest ist eine weitere Gelegenheit, nach oben zu schauen. Das Licht, das wir von diesem einzigartigen Blick empfangen, weist uns den Weg in diesem Leben und führt uns systematisch dorthin, wo Christus ist. Dieser Blick bestärkt uns aber auch in einem Prozess der Erneuerung und der Wiederentdeckung des christlichen Glaubens. Wir sind nicht dazu berufen, den Kopf in den Sand zu stecken, sondern hinauszugehen und von unserem Glauben zu erzählen.

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