Donnerstag der 17. Woche im Kirchenjahr

Mt 13,47-53: Sie sammeln die guten Dinge in Körbe und werfen die schlechten weg.

„Lasst beides wachsen bis zur Ernte“ (Mt 13, 30) oder, auf unser heutiges Evangelium bezogen: „Lasst die guten und die schlechten Fische nebeneinander leben bis zum Fang.“ Übersetzt auf unser menschliches Leben bedeutet es: „Lasst alle Menschen leben, die guten und die bösen, bis Gott, der allein gerechte Richter, das endgültige Urteil über die Menschheit fällt.“

Seit es Menschen gibt, zieht sich dieses Phänomen des Miteinanders oder auch Gegeneinanders von Gut und Böse durch die Menschheitsgeschichte. Es ist nicht unser Auftrag, über Gut und Böse zu entscheiden, also die schlechten Fische auszusortieren, um sie wegzuwerfen und die Guten zu behalten. Wohl aber ruft uns Christus in seinen Gleichnissen dazu auf, das Böse zu verwandeln, indem wir es wie einen Sauerteig mit Gutem, sprich: mit Liebe und Wohlwollen zu „durchsäuern“ suchen. (Mt 13,33) Das aber braucht Geduld und Hoffnung unsererseits, nicht weniger jedoch, als Gott dies auch mit uns haben muss.

Wenn ich mir bewusst bin und es annehme, dass auch ich nicht immer nur zu den guten Fischen zähle, dann lerne ich Gottes Großmut und Nachsicht kennen. Und dieses Handeln Gottes steht den guten wie den schlechten Fischen zu.

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