Donnerstag der 22. Woche im Jahreskreis

Lk 5,1-11: Sie verließen alles und folgten ihm nach.

Jesus ist am See von Genesareth, einem Ort, an dem viele Menschen zusammenkommen und er redet. Er redet so, dass die Leute gar nicht genug davon bekommen könne. Sie hängen förmlich an seinen Lippen. Ein begnadeter Redner, der die Zuhörer in seinen Bann ziehen konnte. Und seine Botschaft war auch begeisternd: Jesus verkündet nicht weniger als das Wort Gottes.

Solche Menschen hat es immer wieder gegeben, heute tun so etwas auch die Populisten. Aber allzu oft steckt nichts als heiße Luft in allem was die Vielen so von sich geben um anderen zu imponieren und sie auf ihre Seite zu bringen.

Bei Jesus ist das anders: Lukas verbindet nicht umsonst das Interesse der Leute an den Worten Jesu mit der nachfolgenden Erzählung vom wunderbaren Fischfang. Als die Leute zu viel wurden, die ihm zuhören wollten begibt er sich auf das Boot eines der Zuhörer, Simon. Es war sozusagen sein alltägliche Arbeitswerkzeug. Nach seiner Rede bittet er den Eigentümer, der wohl auch begeistert war, seinem Wort Vertrauen zu schenken und gegen alle Logik, bei vollem Tageslicht zum Fischen hinauszufahren.

Er hat berechtigte Einwände, aber dann folgt das entscheidende Wort: Weil du es sagst, fahre ich hinaus. Er tut, was Jesus ihm sagt, auch wenn es alles andere als vernünftig zu sein scheint. Und dann passiert das Wunder: Weil er sich von Jesu leiten lässt, wird seine alltägliche Arbeit gesegnet.

Das ist der Unterschied zu Populisten und anderen begabten Rednern. Das Wort Jesu ist wirkmächtig, wenn man sich von ihm leiten lässt. Und wer sich davon ansprechen lässt, der kann von nun an selber Menschen die Frohe Botschaft weitersagen. Er wird zum Missionar, zum von Gott Gesendeten.

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