Montag 24. Januar – Hl. Franz von Sales

Der Hl. Franz wurde am 21.8.1567 auf dem Schloss Sales in Savoyen geboren. Er studierte Jura und Theologie in Paris und Padua. Nach seiner Priesterweihe 1593 geriet er in die Auseinandersetzung mit den Calvinern. Ihre Lehre von der Prädestination, d.h. von der Vorherbestimmtheit von Heil oder Unheil, von Himmel oder ewiger Verdammnis konnte er nicht anerkennen. Er plädierte für die Freiheit jedes Christen, das Gute zu tun oder zu unterlassen und so sein ewiges Schicksal mitzubestimmen.

1 Sam 24,3–21; Ev Mk 3,13–19

Und selbst sein Lebensmotto vereinigt zwei Gegensätze: „Alles aus Liebe – nichts aus Zwang“ wurde zur Richtschnur seines Handelns, auch in der Auseinandersetzung mit den Calvinisten.

Wir hören das Wort „Sünde“ ungern, es scheint so altmodisch zu sein in unserer Zeit, in der so oft von Toleranz und Freiheit gesprochen wird. Beide Begriffe sind unbestreitbar wichtig! Aber verlieren wir dabei nicht aus dem Blick, dass es Verhaltensweisen gibt, die dem Einzelnen wie der ganzen Menschheitsfamilie schaden?

Mit den Gleichnissen vom Reich, das nicht gespalten werden kann, wenn es geeint ist, und vom Haus des Mannes, in das nicht eingebrochen werden kann, wenn er stark ist und sich nicht fesseln lässt, sagt Jesus Grundlegendes aus über das geistliche Leben eines Christen. Er weiß, die Menschen sind schwach und anfällig. Auch wenn sie nach den Geboten Gottes leben wollen, werden sie immer wieder dagegen verstoßen. Darum gibt er klare Hinweise. Für damals und für uns heute.

Wer mit sich selbst und mit den Mitmenschen in seiner Umgebung nicht um Einheit und Frieden bemüht ist, kann kein erfülltes und gutes Leben haben. Das Bemühen um inneren und äußeren Frieden geht einher mit dem Bemühen um Gerechtigkeit für alle.

Gottes Barmherzigkeit ist grenzenlos und seine Gerechtigkeit erweist sich vor allem in der Vergebung der Sünden. Nur: Wer sich nicht bewusst macht, dass auch kleine Schwächen zu großen Fehlern heranwachsen können, gerät in die Gefahr, sich Gott zu verschließen. Er baut allmählich eine Mauer um sich, die ihn von Gottes Liebe abschottet und die im schlimmsten Fall für alle Liebe undurchdringlich werden kann.

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