Montag der sechsten Woche der Osterzeit

Joh 15,26-16,4: Der Geist der Wahrheit wird über mich Zeugnis ablegen.

Johannes spricht griechische Christengemeinden an, die die Not von Verfolgungen erlitten hatten. Für ihn ist der Geist Gottes der Beistand und Zeuge Gottes, der Geist der Wahrheit. Er hat den Christen beigestanden, sie nicht versagen lassen und ihnen den Mut und die Kraft gegeben, gegen das Böse in den Verfolgungen standhaft zu bleiben, viele bis in den Tod. Bei Johannes ist der Geist der Beistand und die Kraft gegen die Welt, mit der er alle Ungläubigen meint, die nicht an Jesus als den Messias glauben wollen. Aber von oben, von Gott, aus dem Jenseits, der Welt des Lichtes, kommt ihnen Beistand durch den Geist Jesu.

Der Geist, der Paraklet, ist der Beschützer, der vor den Angriffen der Welt schützt, er ist das erste Geschenk des Auferstandenen an die Gläubigen. Der Geist ist es, der unseren inneren Blick weit öffnet, wenn wir uns auf den Weg machen, um den Glauben zu suchen. Er ist es, der uns zur Wahrheit führt, der uns die Gegenwart Gottes „spüren“ lässt, der unser Herz weit öffnet.

Der Geist bezeugt den Sohn und den Vater, er ist es, der uns dazu bewegt, das Wort des Herrn mit Entschlossenheit anzunehmen.

Aber der christliche Glaube ist keine private mystische Erfahrung, losgelöst von der Geschichte oder der Welt! Der Geistes erleuchtet das Zeugnis der Jünger, die uns von Jesus erzählen. Wenn wir uns zu Jesus hingezogen fühlen, dann deshalb, weil uns jemand auf glaubwürdige und überzeugende Weise von ihm erzählt hat. Die Evangelisierung war immer möglich dank dieser beiden Elemente, die sich gegenseitig bedingen: der Geist Gottes und die Verkündigung der Apostel.

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