Samstag der vierten Fastenwoche

Joh 7:40-53 Kommt der Messias vielleicht aus Galiläa?

Jesus ist ein Zeichen dem Widersprochen wird. Auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzung mit den Pharisäern und den Führern des Sanhedrins finden wir die heutige amüsante Episode der Soldaten, die sich fast bekehren und dabei vergessen, den unbequemen Propheten von Nazareth zu verhaften.

Der arme Nikodemus, der im Johannesevangelium die Rolle des gerechten Israeliten darstellt, der aber aufgrund seiner gesellschaftlichen Rolle nicht den Mut hat, Partei zu ergreifen, wird von den Mitgliedern des Sanhedrins wegen seiner zu weichen Haltung gegenüber Jesus schwer beschimpft.

Die Nichtanerkennung Jesu führt zu einer Spaltung auch unter den Männern des Glaubens, jeder bleibt auf seinem eigenen Standpunkt und kehrt verstört und verlegen nach Hause zurück.

Man atmet einen Hauch von Unverständnis und Verlorenheit in diesem Evangelium und – verärgert – äußern sogar die Männer des Sanhedrins ihre Gedanken: nämlich, dass das Volk verflucht ist, das Volk, das beschuldigt wird, nicht dem Sanhedrin, sondern seiner eigenen Intuition und dem Charme des Nazareners zu folgen, wird verachtet.

Nicht so Jesus, der es lieben wird, die Armen zu segnen, nicht so Jesus, der es vorziehen wird, auf seine eigenen gesellschaftlichen Positionen und seinen Ruhm zu verzichten, um bis zum Tod seine Liebe für die Menschheit und nicht für seine eigenen theologischen Überzeugungen zu bekunden!

Möge der Herr die Institutionen bekehren, die vergessen haben, wozu sie da sind, die vergessen haben, dass sie immer und nur im Dienst der Wahrheit stehen und nicht ihrer eigenen Macht, auch wenn sie heilig oder religiös wäre…

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