Pater António Manganhe Natal, Comboni-Missionar aus Beira (Mosambik), lebt in der Gemeinde Maia in Portugal. Er ist Ausbilder einer Gruppe junger Seminaristen, die Theologie studieren. Davor war er in Ägypten und im Sudan tätig.
Ich bin Pater António Manganhe Natal, gebürtig aus Beira (Mosambik). Unmittelbar nach meiner Priesterweihe wurde ich nach Ägypten geschickt, um Arabisch zu lernen – ein Vorschlag, der mir Angst machte. Ich fragte mich, ob ich dazu in der Lage sein würde. Da erinnerte ich mich an die Worte, die an den Propheten Jeremia gerichtet waren: „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir.“ Diese Gewissheit ermöglichte es mir, „Ja“ zu sagen.
Nachdem ich die Sprache gelernt hatte, wurde ich in den Sudan entsandt, wo ich zwölf Jahre lang im missionarischen Einsatz war. Ich habe dieses Land nicht selbst gewählt; es war Gott, der mich durch die Oberen des Instituts auf diesen Weg geschickt hat. Ich kam mit Angst, aber auch mit tiefem Vertrauen an. Port Sudan, wo ich gelebt und gearbeitet habe, ist eine Stadt, die von Armut, Konflikten und starken kulturellen Unterschieden geprägt ist. Dort traf ich auf eine kleine, aber außerordentlich lebendige Kirche: Christen, die in einem mehrheitlich muslimischen Land mutig ihren Glauben bezeugen.
Meine Mission konzentrierte sich auf Seelsorge und Bildung. Zehn Jahre lang koordinierte ich fünf Schulen und begleitete Lehrer, Schüler und Familien in einem Umfeld großer Einschränkungen. Bildung war – und ist weiterhin – ein Weg der Hoffnung. Viele vertriebene Kinder fanden in unseren Schulen nicht nur Bildung, sondern auch Würde und eine Zukunft.
Die Herausforderungen waren zahlreich: die Sprache, die Kultur, die knappen Ressourcen, die Realität einer noch jungen Kirche. Aber ich habe entdeckt, dass auch Schwierigkeiten Räume sind, in denen sich Gott offenbart. Die Mission hat mich Geduld, Dialog und die Schönheit gelehrt, im Rhythmus eines Volkes unterwegs zu sein. Missionar im Sudan zu sein bedeutet nicht nur zu handeln, sondern auch präsent zu sein, zuzuhören, zu begleiten und zu glauben.
Heute bewahre ich diese Erfahrung wie ein Geschenk. Comboni sagte, dass ein Missionar „ein großes und universelles Herz“ haben muss. Im Sudan habe ich diese Berufung tief erfahren – es ist ein Weg des Glaubens, der mein Leben weiterhin trägt.
Pater António Manganhe Natal, mccj
