1. Mai (Bayern) – Patrona Bavariae

1. Mai (Bayern) – Patrona Bavariae

Joh 2,1-11 Was er euch sagt, das tut

In Not und Bedrängnis suchten auch die Herrschenden Trost und Zuflucht bei Maria. Kurfürst Maximilian I. ließ 1638, mitten im Dreißigjährigen Krieg, die Mariensäule auf dem Münchner Marienplatz errichten. Die Säule mit dem goldenen Marienbild ist nicht nur Zeichen einer Jahrhunderte alten Frömmigkeit, sondern auch der Heimat im Glauben.

Welche Bedeutung Maria für unser Bayernland hat, fasste Kardinal Josef Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI., nach seiner Bischofsweihe 1977 in einem Gebet an der Mariensäule in die Worte: „Die Wege unseres Landes kommen von dir und gehen durch dich zu ihm, der der Weg selber ist.“  Von der Mariensäule in München aus werden alle Wege in Bayern gemessen. Ein schönes Zeichen: Alle Wege laufen auf Maria zu, alle Wege gehen von Maria aus. 

Im Mai verehren wir in besonderer Weise Maria. An der Marienstatue in München sehen wir ihre wahre Aufgabe: Sie zeigt uns den Mensch-gewordenen Gott im Kind, das sie in mütterlichen Schutz nimmt.

ER ist der eigentliche Zielpunkt und Mittelpunkt unseres Lebens und all unseres Glaubens. So betete Papst Benedikt XVI. bei seinem Besuch in seiner bayrischen Heimat am 9. September 2006 vor der Mariensäule in München: „Unsere Vorfahren haben dir, Maria, Krone und Zepter, die damaligen Symbole der Herrschaft über das Land, gegeben, weil sie wussten, dass dann die Macht und die Herrschaft in den rechten Händen ist – in den Händen der Mutter.“
Und er betete weiter: „Du trägst Jesus auf deinen Armen, das segnende Kind, das doch der Herr der Welt ist. So bist du, den Segnenden tragend, selbst zum Segen geworden.“

In vielen Kirchen ist auch die Darstellung Mariens als „Schutzmantelmadonna“ noch bekannt und verbreitet. Meist steht Maria aufrecht, mit einem weiten Mantel oder Umhang bekleidet, unter den sich rechts und links von ihr viele Menschen bergen: junge und alte, einfach und vornehm Gekleidete, gekrönte Häupter – aber auch Ordensleute und Bischöfe, selbst der Papst. Ohne Unterschied kommen sie zum gemeinsamen Gebet unter dem Mantel Mariens zusammen und falten die Hände zur Bitte. Sie schauen demütig auf den Boden oder richten ihren Blick nach oben, von wo sie Hilfe erwarten.

Das Evangelium am Fest Patrona Bavariae ist die Hochzeit zu Kana. Auch dort ist Maria zugegen und auf ihre Fürsprache sorgt Jesus dafür, dass die Freude, symbolisiert durch die Überfülle an Wein, im Leben der Brautleute nicht ausgeht.

Maria weist immer hin auf Jesus. Sie ist Fürsprecherin aber auch Wegweiserin für gelingenden Glauben.

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